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17.07.2012

18:54 Uhr

Solarmodulhersteller

Produktion im Conergy-Werk auf vollen Touren

Der Solarmodulhersteller Conergy produziert in seinem Werk in Frankfurt wieder große Mengen. Die Conergy-Gruppe hat sich nach dem Preiseinbruch im vergangenen Jahr neu ausgerichtet.

Werk der Conergy AG in Frankfurt/Oder. dapd

Werk der Conergy AG in Frankfurt/Oder.

Hamburg/ FrankfurtHoffnungsschimmer für den Solarstandort Frankfurt (Oder): Der Solarmodulhersteller Conergy fährt sein Werk dort nach einer Neuausrichtung wieder auf vollen Touren. Es sei mit seinen 370 Mitarbeitern gut ausgelastet, teilte die Conergy AG am Dienstag am Stammsitz in Hamburg mit. In Kürze werde die Produktion für einen Großauftrag für Pakistan mit 210 000 Modulen starten. Derzeit würden in der Oderstadt noch Module für andere Auftraggeber gefertigt.

Nach dem Preiseinbruch im vergangenen Jahr bei Solarmodulen von mehr als 40 Prozent habe sich die Conergy-Gruppe, die 1300 Mitarbeiter beschäftigt, neu ausgerichtet. Die Fertigungstiefe sei nun geringer. „Wir steuern zum Beispiel auch die Produktion in der Oderstadt Frankfurt flexibel nach der Entwicklung des Marktes und konzentrieren uns auf die profitable Modulfertigung, während die Zell- und Waferfertigung dort vorübergehend ruht“, sagte die Konzernsprecherin Antje Stephan. Die erforderlichen Solarzellen könnten binnen 24 Stunden aus Asien eingeflogen werden.

Conergy realisiert 80 Prozent seines Geschäftes mit privaten Dachanlagen und Gewerbedächern. Das Unternehmen erwirtschaftete 2011 nach eigenen Angaben einen Umsatz von 754 Millionen Euro. Es hatte einen Verlust von 162 Millionen Euro, darunter 90 Millionen im Frankfurter Werk. Dort gab es zum Jahreswechsel vereinzelt Kurzarbeit.

Zwei weitere Solarhersteller in Frankfurt (Oder) konnten sich nicht am Markt behaupten. Mit dem Aus des Herstellers von Dünnschichtmodulen First Solar in Frankfurt (Oder) verlieren zum Jahresende alle 1200 Beschäftigten ihre Arbeit. Der insolvente Photovoltaikproduzent Odersun AG mit 260 Mitarbeitern ist schon seit einiger Zeit geschlossen.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

18.07.2012, 11:49 Uhr

Hat sich eigentlich die Industrie schon einmal brauchbare Gedanken über das Recykeln Ihrer Paneles gemacht?
Die Ware aus China stirbt bei Hot Spots schneller als erwartet, die hiesigen Paneles von den inzwischen in die Pleite gegangenen Herstellern müssen auch irgendwann ausgetauscht und entsorgt werden, was geschieht mit den wertvollen seltenen Erden, mit den hochreinen Glasscheiben mit den ALU - Rahmen etc.?
Der Industrie fehlt ein vernüftiges Verwertungs- u. Entsorgungskonzept!

OTTO

09.09.2012, 22:52 Uhr

Laut Aussagen von Professoren aus dem Bereich der Materialforschung gibt es keine Recyclingmöglichkeiten. Sie fordenr eine "Millionenrücklage" zu bilden, um das "Zeug" dann irgendwo. so wie Atommüll, zu lagern. Daher sind die Wüstenregionen in Zukunft von großer Bedeutung für die Industrienationen und somit auch militärisch zu sichern.......

Joggy

26.03.2013, 10:49 Uhr

@ otto: welche Professoren behaupten das denn???
Bei Photovoltaikmodulen können Recyclingraten von über 95% erreicht werden. Zudem verbessert sich dabei die Energiebilanz der Modulherstellung. Kugst Du bei BINE Informationsdienst des Fachinformationszentrums (FIZ) Karlsruhe...und mit Atommüll hat das mal gar nichts zu tun. Da solltest Du dir besser Gedanken um den Elektronikschrott in deinem Haus machen, der KEINE Energie produziert!

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