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29.08.2012

18:23 Uhr

Solartechnik-Produktion

Bosch zieht den Stecker

Der Hersteller stellt nach wirtschaftlichen Problemen die Produktion von Dünnschicht-Solarzellen ein. Bis zum Jahresende werde der Fertigungsstandort Erfurt geschlossen.

Bosch schließt den Produktionsstandort in Erfurt. ap

Bosch schließt den Produktionsstandort in Erfurt.

StuttgartDies sagte ein Bosch-Sprecher am Mittwoch in Stuttgart. Von dem geplanten Produktionsstopp in Erfurt seien rund 100 Mitarbeiter betroffen, die Bosch in anderen Standorten seiner Solartechnik-Sparte unterbringen will. „Der Standort Erfurt krebste schon länger vor sich hin“, begründete der Sprecher die geplante Einstellung der Produktion. Die mehr als 2.000 Arbeitsplätze am Produktionsstandort im benachbarten Arnstadt seien von der Entscheidung nicht betroffen.


Die mit Milliarden-Aufwand aufgebaute Solartechnik steht derzeit bei Bosch auf dem Prüfstand, da sie Verluste anhäuft und dem Konzern bereits Abschreibungen von rund einer Milliarde Euro bescherte. Bis Jahresende will der Autozulieferer und Industrieausrüster über die Zukunft der Sparte entscheiden. Auf Dauer werde Bosch die unrentable Sparte mit Gewinnen aus anderen Konzern-Geschäftsfeldern nicht subventionieren, hatte der Ende Juni in den Aufsichtsrat gewechselte Bosch-Manager Franz Fehrenbach seinem Nachfolger an der Unternehmensspitze, Volkmar Denner, als Marschroute vorgegeben. Vor allem die hohen Produktionskosten in Deutschland und der scharfe Preiswettbewerb bei Solar-Modulen setzen den Schwaben zu, die sich mit der Solartechnik ein weiteres Standbein aufbauen wollten. Binnen drei bis fünf Jahren müsse die Photovoltaik ertragreich werden, hatte Fehrenbach im Frühjahr angekündigt.

 

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

29.08.2012, 19:58 Uhr

Die alte Solartechnik hat keine Chance gegen die neue, kostengünstige Nano-Solartechnik. druckbare Solarzellen für wenige Cent.

Account gelöscht!

29.08.2012, 21:27 Uhr

Wie von mir schon mehrfach hier geschrieben, ist das Solargeschäft auch dieses Unternehmens nicht durchdacht worden und seit längerem nicht mehr tragbar.

Pikanterweise Weise sagt man diesem Konzern eine besondere Weitsicht und eine besonders ruhige Hand nach.

Letztere war in diesem Fall offenkundig so ruhig, dass sie bei Vertragsunterschrift bereits verfault war.

Die Konsequenz No. 1 sehen wir hier beschrieben, der Rest kommt dann in den nächsten Monaten scheibchenweise.

Wer ist eigentlich das Superhirn hinter dieser verflucht genialen Strategie - besonders spät in einen sich bereits eindeutig abzeichnenden Flop zu investieren?

Wer übernimmt dafür die persönliche Verantwortung bzw. zieht die notwendigen Konsequenzen?

Sicher wird das auch die einige Mitarbeiter interessieren.

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