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02.08.2012

12:32 Uhr

Solarunternehmen

Insolvenzverwalter prüft bei Sovello die Lage

Nachdem die Sanierung in Eigenregie abgelehnt wurde, ermittelt nun der Insolvenzverwalter bei Sovello den Stand der Dinge. Das Solarunternehmen wird sich außerdem wie geplant von rund 500 Mitarbeitern trennen.

Die insolvente Solarfirma Sovello will rund 500 Stellen streichen. dpa

Die insolvente Solarfirma Sovello will rund 500 Stellen streichen.

Bitterfeld-WolfenNach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Solarunternehmen Sovello in Bitterfeld-Wolfen hat der Insolvenzverwalter mit der Lageprüfung begonnen. Rechtsanwalt Lucas Flöther will die zur Verfügung stehenden Optionen zur Fortführung und zum Erhalt von Sovello ausloten, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. So trifft er am Donnerstag mit dem Gläubigerausschuss zusammen, um die weiteren Schritte zu beraten. Am Freitag will er die Sovello-Mitarbeiter über den Stand der Dinge informieren.

Die geplante Sanierung in Eigenverwaltung war am Mittwoch gescheitert. Das Amtsgericht Dessau-Roßlau hatte den Antrag des Managements abgelehnt, einen Neustart auf eigene Faust zu versuchen. Ein Gutachter hatte die Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung der Sovello GmbH festgestellt. Das Gericht eröffnete deshalb ein reguläres Insolvenzverfahren (Aktenzeichen: 2IN162/12). Zuvor hatte das Land weitere finanzielle Hilfen abgelehnt.

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Sovello hatte zuvor bereits angekündigt, sich von etwa der Hälfte der verbliebenen rund 1000 Mitarbeiter trennen zu wollen. Rund 500 Menschen sollten in einer Transfergesellschaft qualifiziert und so in neue Jobs vermittelt werden. Unklar blieb am Donnerstag weiter, wie es um die Zukunft der Beschäftigten steht.

Sovello ist eine Abspaltung von Q-Cells und produziert Solarzellen in einem speziellen Verfahren, das als besonders energieschonend gilt.

Von

dpa

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