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14.04.2012

14:13 Uhr

Solarworld-Chef Asbeck

„Energieriesen wollen uns kaputtmachen“

Solarworld-Chef Frank Asbeck hat der Bundesregierung vorgeworfen, mit der Kürzung der Solarförderung tausende Jobs hierzulande zu gefährden. Hinter den Kürzungen stehe der Wille der großen Energiekonzerne, so Asbeck.

Solarworld-Chef Frank Asbeck fürchtet um die Jobs in der Solarbranche. dpa

Solarworld-Chef Frank Asbeck fürchtet um die Jobs in der Solarbranche.

MünchenDer Chef des deutschen Solaranlagen-Bauers Solarworld, Frank Asbeck, hat der Bundesregierung vorgeworfen, mit der Kürzung der Solarförderung tausende Jobs hierzulande zu gefährden. Zudem bestehe dadurch die Gefahr, dass Deutschland in Zukunft von chinesischer Technologie abhängig werde, sagte Asbeck der „Süddeutschen Zeitung“ vom Samstag. Die drastischen von der schwarz-gelben Koalition beschlossenen Förderkürzungen seien mit Logik nicht zu erklären.

„Jetzt stehen fast zwei Jahrzehnte Industriepolitik in Deutschland auf dem Spiel - Fördergelder und viele tausend Jobs“, sagte Asbeck. Hinter den Kürzungen stehe der Wille der großen Energiekonzerne „uns kaputtmachen“ zu wollen. „Unsere Gegner wollen die Solarenergie aufhalten, bevor es zu spät ist.“ Der Unternehmer warf den großen Versorgern vor, sie fänden keine Antworten auf die Herausforderungen durch die erneuerbaren Energien - und hätten sich bei der Regierungs deshalb für die Förderkürzungen eingesetzt.

Der globale Konkurrenzkampf in der Solarindustrie sei „mörderisch“, sagte Asbeck. Es gebe in der Branche „keinen fairen Wettbewerb“: „China hat einen Industriekrieg begonnen.“ Er wiederholte die häufig geäußerte Kritik, die Volksrepublik unterstütze ihre eigene Industrie durch unbegrenzte billige Kredite. „Mit diesem Geld bieten die Firmen ihre Produkte zu Dumpingpreisen an - teilweise 30 Prozent unter den eigenen Kosten.“ Ziel sei es, ein Monopol zu schaffen auf die Solartechnik. „Peking weiß: Das wäre noch wertvoller, als auf allen Öl- und Gasvorräten der Erde zu sitzen.

Von

afp

Kommentare (10)

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sgk_10

14.04.2012, 14:40 Uhr

Recht hat er.

Durch Solarenergie gehen dem Energieoligopol Mrd. EUR an Gewinnen verloren. Gerade tagsüber, wenn Strom bisher sehr teuer war und die Spitzenlastkraftwerke sehr sehr profitabel arbeiteteten, fällt der Strompreis an den Energiebörsen, da Wind und Sonne sehr günstig und stark verfügbar sind. Dadurch gehen EON und RWE massive Gewinne verloren.

Zudem ist Solarenergie dezentral erzeugbar, sodass praktisch jeder darin investieren kann und somit zum Konkurrenten für EON und RWE werden kann.

Durch die dezentrale erzeugbarkeit ist zudem die Möglichkeit des Eigenverbrauchs gegeben, wodurch Haushalte und Unternhmeen massiv Strom sparen können und ihren Strom selbst erzeugten können.

EON und RWE haben Angst vor Solarenergie!

jammerlappen

14.04.2012, 14:41 Uhr

auf,frank asbeck,mittelbarer subventionsriese, keine verschwörungstheorien in die welt setzen sondern innovationen.

in die ecke setzen und darüber nachdenken,warum deutsche mittel und oberklassen kfz erfolgreich in china verkauft werden.

im übrigen verrät ihr persönlicher lebensstil ,daß sie sich mehr gedanken über ihr produkt machen müssen und weniger gedanken über ihren status.

wollten sie nicht mal opel kaufen.

werfen sie ballast ab und zeigen sie tatkraft.

im übrigen zeigen die solaranlagenzulassungen stark ansteigende kurve,im gegensatz zu dem von ihnen geschmierten kölner fußballverein

sgk_10

14.04.2012, 14:42 Uhr

Solarstrom kann in Dtld. für 0.11-0.15 EUR/kWh erzeugt werden, wogegen Netzstrom 0.25 EUR/kWh kostet.

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