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04.04.2014

14:09 Uhr

Solarzellen-Konzern

Sunways steht vor „übertragender Sanierung“

Im März beantragte der Solarzellen-Hersteller Sunways Insolvenz. Jetzt scheint eine übertragende Sanierung wahrscheinlicher. Der gesunde Teil der Firma soll verkauft werden und kann so an der Börse bleiben.

Ein Techniker begutachtet Sunways-Solarzellen. Vor allem der Preiswettbewerb durch Billigkonkurrenz aus Asien macht dem Konzern schwer zu schaffen. dpa

Ein Techniker begutachtet Sunways-Solarzellen. Vor allem der Preiswettbewerb durch Billigkonkurrenz aus Asien macht dem Konzern schwer zu schaffen.

KonstanzBei der Solarfirma Sunways wird es wohl nicht zu einem Insolvenzplanverfahren kommen. Gespräche mit möglichen Investoren hätten ergeben, dass eine übertragende Sanierung wahrscheinlicher sei, teilte eine Sprecherin des Unternehmens am Freitag mit. Eine solche Sanierung bedeutet in der Regel, dass der gesunde Teil einer Firma verkauft wird, die Schulden aber beim alten Unternehmen bleiben. „Zum Umfang der möglicherweise übergehenden Unternehmensteile oder Vermögenswerte lässt sich heute noch nichts sagen“, teilte Sunways mit.

Das Amtsgericht Konstanz hatte im März das vorläufige Insolvenzverfahren für Sunways eröffnet. Sunways hatte es sich damals zum Ziel gesetzt, den Konzern als börsennotierte Gesellschaft zu erhalten. Im Falle einer übertragenden Sanierung wäre dies wahrscheinlich möglich, hieß es bei Sunways.

Die größten Solarmodulhersteller der Welt

Platz 9: Hanwha Solar One und REC (Norwegen und Korea)

Das Research-Team des Handelsblatts hat aus Daten von Bloomberg, des Marktforschers IHS und Unternehmensangaben die aktuell zehn größten Solarmodul-Hersteller der Welt ermittelt. Die Liste dürfte vor allem für die Deutschen ernüchternd sein.

Den zehnten Platz teilen sich das koreanische Unternehmen Hanwha Solar und das norwegische Unternehmen REC. Beide verkauften 2012 jeweils Solarmodule mit einem Erzeugungspotenzial von 750 Megawatt.

Platz 8: Sun Power (USA)

Das 1985 im US-amerikanischen Silicon Valley gegründete Unternehmen Sun Power machte im vergangenen Jahr rund 1,9 Milliarden Euro Umsatz und verkaufte Solarmodule mit einer Erzeugungskapazität von 850 Megawatt.

Platz 7: Jinko Solar (China)

Auf dem siebten Platz befindet sich das chinesische Unternehmen Jinko Solar. Es setzte 2012 mit Auslieferungen von Solarmodulen mit einer Erzeugungskapazität in Höhe von 900 Megawatt insgesamt 591 Millionen Euro um.

Platz 6: Sharp (Japan)

Zu den großen Gewinnern beim Ranking 2012 gehört Sharp. Das Unternehmen lieferte im vergangen Jahr Solarmodule mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1050 Megawatt aus. 2011 waren es noch 725 MW, was Sharp damals den 16. Platz in der Weltrangliste brachte.

Platz 5: Suntech (China)

Der chinesische Konzern Suntech stürzte mit verkauften Solarmodulen mit einer Erzeugungskapazität von geschätzt 1390 Megawatt vom ersten Platz im Jahr 2011 auf den fünften Platz ab. Im April musste das Unternehmen seine Zahlungsunfähigkeit mitteilen und ist nun offenbar auf der Suche nach einem strategischen Investor.

Platz 4: Canadian Solar (Kanada)

Das Unternehmen Canadian Solar wurde erst im Jahr 2001 im kanadischen Ontario gegründet. Nun befindet es sich bereits auf dem vierten Platz der Weltrangliste. Im Jahr 2012 verkaufte es Solarmodulen mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1550 Megawatt.

Platz 3: Trina Solar (China)

Das chinesische Unternehmen Trina Solar schaffte einen großen Sprung vom fünften Platz 2011 auf den dritten Platz 2012. Im vergangenen Jahr lieferte das Unternehmen Solarmodule mit einer Erzeugungskapazität von 1600 Megawatt aus.

Platz 2: First Solar (USA)

Der US-Konzern First Solar belegt unverändert den zweiten Platz in der Weltrangliste der größten Solarmodulhersteller. 2012 lieferte es Produkte mit einem Stromerzeugungspotenzial von 1800 Megawatt aus.

Platz 1: Yingli Solar (China)

Absolute Weltspitze ist das chinesische Unternehmen Yingli Solar. Der Konzern arbeitete sich von Platz 4 in 2011 hoch mit Auslieferungen von Solarmodulen von 2300 Megawatt im vergangenen Jahr.

Sunways macht der Preiswettbewerb durch Billigkonkurrenz aus Asien schwer zu schaffen. Das Unternehmen schreibt seit Jahren rote Zahlen. Bis August 2013 war Sunways schon einmal in einem vorläufigen Insolvenzverfahren, nachdem mehrere Banken dem Unternehmen Kredite in Millionenhöhe gekündigt hatten. Durch eine Vergleichsvereinbarung wurde das eigentliche Insolvenzverfahren damals abgewendet. Ende 2012 beschäftigte der Konzern 265 Mitarbeiter.

Von

dpa

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