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04.02.2005

09:09 Uhr

Sonderabschreibungen und Rückstellungen von bis zu 700 Mill. Euro

Heidelcement rutscht in die roten Zahlen

Eine umfassende Bilanzbereinigung wird bei der Heidelberg Cement AG 2004 rote Zahlen hinterlassen. Der Baustoff-Konzern kündigte gestern Sonderabschreibungen und Rückstellungen von bis zu 700 Mill. Euro an und wird damit unter dem Strich einen Fehlbetrag von 350 bis 400 Mill. Euro ausweisen.

shf FRANKFURT/M. Wie von Fachleuten erwartet, nutzt der neue Firmenchef Bernd Scheifele damit die Gelegenheit, gleich zu Beginn seiner Amtszeit bilanziell für klare Verhältnisse zu sorgen. Scheifele, ein enger Vertrauter des Heidelcement-Großaktionärs Adolf Merckle, hatte Anfang Februar als Nachfolger von Hans Bauer den Vorstandsvorsitz bei dem Unternehmen übernommen. Nach deutlichen Kursgewinnen in den vorigen Wochen verlor die Aktie von Heidelberg-Cement gestern rund zwei Prozent an Wert.

Der Löwenanteil der Belastungen entfällt auf ein so genanntes Impairment, das heißt eine Neubewertung von Aktivitäten. Es geht dabei um Geschäfte in Nordeuropa, der Türkei und in Asien. Hinzu kommen Rückstellungen für die Schließung eines Zementwerkes in Maas- tricht sowie Abschreibungen auf so genannte latente Steuern, eine Bilanzposition, die künftige Steuerersparnisse aufgrund von Verlustvorträgen repräsentiert.

Der drittgrößte europäische Baustoffkonzern war bei der Ertragsentwicklung in den vergangenen Jahren deutlich hinter Konkurrenten wie Holcim und Lafarge zurückgeblieben. Erst 2004 deutete sich eine Trendwende an. Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten um gut acht Prozent auf 5,2 Mrd. Euro und der Betriebsgewinn um die Hälfte auf 627 Mill. Euro. Operativ habe sich das Geschäft im vierten Quartal im Rahmen der Erwartungen entwickelt, sagte Scheifele. 2005 strebe er eine weitere Verbesserung an.

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