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25.01.2005

15:19 Uhr

Sonderbelastung

Schering-Plough weitet Verlust wegen Sonderbelastung aus

Vor allem wegen einer Steuerrückstellung hat der US-Pharmakonzern Schering-Plough im vierten Quartal 2004einen größeren Verlust ausgewiesen als ein Jahr zuvor.

HB NEW YORK. Der US-Pharmakonzern Schering-Plough hat im vierten Quartal 2004 bei gestiegenen Umsätzen vor allem wegen einer einmaligen steuerbedingten Sonderbelastung einen größeren Verlust ausgewiesen als ein Jahr zuvor.

In den Monaten Oktober bis Dezember habe der im US-Bundesstaat New Jersey ansässige Konzern ein Minus von 856 Millionen Dollar verbucht nach einem Verlust von 181 Millionen Dollar im Jahr zuvor, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das Ergebnis entspricht einem Verlust pro Aktie von 0,58 Dollar. Die steuerbedingte Sonderbelastung habe allerdings mit 0,55 Dollar je Aktie zu Buche geschlagen. Ohne Sonderposten wies Schering-Plough einen Verlust von zwei Cent je Aktie aus. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet. Die einmalige Sonderbelastung ergab sich aus Steuerzahlungen auf Gewinne ausländischer Tochterunternehmen. Ein neues US-Gesetz fördert die Rückführung solcher Gewinne und deren Versteuerung in den USA mit günstigen Sätzen.

In dem Zeitraum steigerte Schering-Plough seinen Umsatz um 12 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar. Analysten hatten einen Umsatz von rund 2,1 Milliarden Dollar erwartet. Die Umsatzsteigerung begründete Schering-Plough mit günstigen Wechselkursen und der neuen Allianz mit dem deutschen Bayer-Konzern zur Vermarktung und Vertrieb von Allgemeinarztprodukten.

Weltweit seien die Erlöse aus dem Verkauf von rezeptpflichtigen Medikamenten um 15 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar gestiegen, teilte der Konzern weiter mit. Gemeinsam mit dem US-Pharmaunternehmen Merck & Co vertriebene Cholesterin-Arzneimittel seien darin aber nicht enthalten. Schering-Plough erklärte, die Produkte gegen Cholesterin - Zetia und Vytorin - seien auf dem Weg Jahresumsätze von weit mehr als einer Milliarde Dollar zu erwirtschaften. Den Gewinn daraus teilt sich Schering-Plough mit Merck&Co. Im Geschäft mit Gesundheitsprodukten verzeichnete Schering-Plough einen Rückgang von vier Prozent auf 217 Millionen Dollar.

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