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26.01.2005

15:05 Uhr

Sonderbelastungen drücken das Ergebnis

US-Pharmaunternehmen Eli Lilly verbucht Quartalsverlust

Das amerikanische Pharmaunternehmen Eli Lilly hat im Schlussquartal des vergangenen Jahres wegen hohen Steuerzahlungen für die Rückführung von Auslandsgewinnen einen Verlust realisiert.

HB INDIANAPOLIS. Eli Lilly wies für den Oktober-Dezember-Abschnitt rote Zahlen von 2,4 Millionen Dollar (1,8 Mill. Euro) aus gegenüber einem Gewinn von 747,2 Millionen Dollar im vierten Quartal 2003. Der Gewinn pro Aktie lag bei 0 (Vorjahr: 69) Cent. Dies hat die Gesellschaft am Mittwoch mitgeteilt. Klammert man Sonderfaktoren aus, verdiente Eli Lilly mit Sitz in Indianapolis (Bundesstaat Indiana) allerdings 814,3 Millionen Dollar (plus 13 Prozent) oder 75 Cent je Aktie. Der Quartalsumsatz stieg auf 3,6 (3,5) Milliarden Dollar.

Die Sonderbelastungen stehen im Zusammenhang mit der geplanten Rückführung von kumulierten Auslandsgewinnen von acht Milliarden Dollar sowie mit Restrukturierungsbelastungen. Die US-Gesellschaften dürfen im laufenden Jahr zu sehr günstigen Steuersätzen ihre kumulierten Auslandsgewinne zurück in die USA transferieren. Dies ist Teil eines im vergangenen Jahr verabschiedeten US- Stellenbeschaffungsgesetzes.

Der Jahresumsatz legte auf 13,9 (12,6) Milliarden Dollar zu. Eli Lilly verdiente wegen der steuerlichen Sonderbelastung im vergangenen Jahr nur 1,8 Milliarden Dollar oder 29 Prozent weniger als 2003. Der Gewinn pro Aktie fiel auf 1,66 (2,37) Dollar. Eli Lilly erwartet für das erste Quartal dieses Jahres einen Gewinn von 65 Cent bis 67 Cent je Aktie.

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