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19.05.2012

02:32 Uhr

Spanischer Ölkonzern

Repsol gibt Bohrung vor Kuba auf

Die Probebohrungen vor Kuba werden analysiert, aber weiter gehen die Arbeiten nicht mehr. Kritik hatte das Projekt nicht nur wegen des US-Embargos auf sich gezogen. Auch Umweltaspekte sorgten für Diskussionen.

Firmenlogo des spanischen Ölkonzerns Repsol in Madrid. dapd

Firmenlogo des spanischen Ölkonzerns Repsol in Madrid.

HavannaDer spanische Ölkonzern Repsol hat seine Probebohrung vor der Küste Kubas aufgegeben. Die Daten der Bohranlage, die seit Januar im Einsatz ist, würden analysiert, sagte Repsol-Sprecher Kristian Rix am Freitag. Erst dann werde über weitere Bohrungen in der Region entschieden. Wie viel Geld das Unternehmen für die Bohrungen der Scarabeo-9-Plattform ausgegeben hatte, sagte Rix nicht.

Repsol hatte die große Anlage von Asien nach Kuba gebracht, um nicht in Konflikt mit dem US-Wirtschaftsembargo gegen das Land zu geraten. Allein die Miete der Plattform kostet rund eine halbe Million Dollar pro Tag.

Das Projekt hatte eine Kontroverse in den USA ausgelöst, unter anderem war eine Umweltkatastrophe wie der Untergang der Bohrinsel Deepwater Horizon 2010 im Macondo-Ölfeld befürchtet worden.

Kubanisch-amerikanische Politiker kritisierten die Regierung von US-Präsident Barack Obama dafür, dass sie die Probebohrungen nicht gänzlich stoppt. Das 50 Jahre alte US-Wirtschaftsembargo verbietet es amerikanischen Unternehmen, Ölgeschäfte mit Kuba zu machen. Ausländische Unternehmen, die sich nicht an die Einschränkungen halten, drohen Sanktionen. "Die Obama-Regierung hat weggeschaut, als Repsol den gefährlichen Plan der kubanischen Tyrannei unterstützt hat, die Ölbarone der Karibik zu werden", sagte Abgeordnete Ileana Ros-Lehtinen am Freitag.

Von

dapd

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