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25.01.2012

09:58 Uhr

Sparkurs

Beiersdorf erleidet Gewinneinbruch

Wegen des Konzernumbaus hat der Hamburger Dax-Konzern Beiersdorf im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch erlitten. Im Schlussquartal 2011 geriet das Unternehmen sogar in die roten Zahlen.

Der harte Sparkurs hat bei Beiersdorf zu einem Gewinneinbruch geführt. dapd

Der harte Sparkurs hat bei Beiersdorf zu einem Gewinneinbruch geführt.

HamburgBeiersdorf hat wegen des verschärften Sparkurses im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch verbucht. Der Hamburger Dax-Konzern bezifferte den Betriebsgewinn (Ebit) am Mittwoch auf 431 Millionen Euro, gut ein Viertel weniger als zuvor. Analysten hatten allerdings mit noch weniger gerechnet.

Der Konzernumsatz kletterte nur leicht um nominal ein Prozent auf 5,6 Milliarden Euro, weil Beiersdorf seine Kosmetiksparte in Europa und China neu ausrichtet und unrentable Produkte aus den Regalen genommen hat. Die Klebstoff-Tochter Tesa steigerte ihren Umsatz dagegen um gut sieben Prozent.

Im Schlussquartal, auf das ein Großteil der Belastungen durch den Konzernumbau entfiel, geriet Beiersdorf sogar in die roten Zahlen. Nach Reuters-Berechnungen belief sich der Betriebsverlust auf 60 Millionen Euro - deutlich weniger als Analysten erwartet hatten, die im Schnitt für diesen Zeitraum von mehr als dem Doppelten ausgegangen waren.

Beiersdorf wollte sich dazu nicht äußern und verwies darauf, dass es sich um vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr handele. Einen Ausblick für 2012 will der von der Tchibo-Mutter Maxingvest kontrollierte Traditionskonzern erst bei der Vorlage der Bilanz für 2011 Anfang März wagen.

Beiersdorf hatte im November den Abbau von weltweit bis zu 1000 Stellen angekündigt und will das Geschäft seiner Kosmetiksparte mit Marken wie Nivea, Eucerin und Labello künftig stärker regional führen. Ein Großteil der Kosten für den Umbau wurde im Schlussquartal verbucht. Dennoch ist der Konzern damit wohl nicht über den Berg: Analysten rechnen mit einem weiteren schwierigen Jahr für den Dax-Konzern mit zuletzt rund 18.000 Beschäftigten.

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