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24.02.2015

12:44 Uhr

Spezialmaschinenbauer

Manz nach Abschreibungen im Minus

Knapp 33 Millionen Euro außerplanmäßige Abschreibungen: Hohe Verluste prägen die Bilanz des Spezialmaschinenbauers Manz. Das Umsatzplus von 15 Prozent hilft da nur geringfügig. Doch 2015 soll es aufwärts gehen.

Solarpark: Das Geschäft mit Solaranlagen brachte dem Spezialmaschinenbauer Manz Verluste ein. AFP

Manz und die Solarbranche

Solarpark: Das Geschäft mit Solaranlagen brachte dem Spezialmaschinenbauer Manz Verluste ein.

DüsseldorfDer Spezialmaschinenbauer Manz hat mit Abschreibungen auf sein Solargeschäft reinen Tisch gemacht. Nach einem Verlust im Vorjahr peilt der Apple-Lieferant 2015 wieder schwarze Zahlen und den dritten Umsatzrekord infolge an. Während das Solargeschäft mit einem Anteil von unter fünf Prozent beinahe bedeutungslos sei, sorgten die Bereiche „Display“ und „Battery“ für Rückenwind, sagte Firmenchef und Großaktionär Dieter Manz am Dienstag.

Allein das noch junge Batterie-Geschäft werde dank eines Großauftrags über 40 Millionen Euro die Erlöse mehr als verdoppeln. Insgesamt peilt Manz 2015 einen Umsatz von 320 bis 340 Millionen Euro an. Das operative Ergebnis (Ebit) soll nach einem Verlust infolge von Abschreibungen „deutlich positiv“ ausfallen.

Der Niedergang des Solargeschäfts verhagelte Manz allerdings die Bilanz des Vorjahres. Bei einem Umsatzplus von 15 Prozent auf 306 Millionen Euro sorgten außerplanmäßige Abschreibungen für einen operativen Verlust von knapp 33 Millionen Euro. Allein 22,5 Millionen Euro entfielen auf den Solarbereich, der damit fast vollständig entwertet sei, erklärte Manz. Hinzu kamen Millionenbeträge aus Forderungsverzichten nach der Pleite des Apple-Zulieferers GT Advanced Technologies und Belastungen im Batterie-Geschäft nach dem Strategieschwenk eines Kunden aus der Autobranche.

Der Totalausfall der Solarbranche hat Manz seit 2012 stark belastet. Inzwischen sind die Haupteinnahmequellen der Firma Anlagen zur Produktion von Displays für Tablet-PCs und Smartphones sowie PCs und Notebooks mit berührungsempfindlichen Bildschirmen. Seit neuestem nennt Apple die schwäbische Firma offiziell als Zulieferer, bei dem verschwiegenen US-Konzern eher eine Seltenheit.

Spekulationen über eine Übernahme durch den amerikanischen Auftraggeber erteilte Großaktionär Manz aber eine Absage. „Ich habe nicht vor, zu verkaufen“, sagte der Firmengründer. Er habe noch viel vor und wolle Manz weiter ausbauen. Er und seine Frau hielten rund 45 Prozent an dem Reutlinger Unternehmen. Gerüchte über ein Interesse der Amerikaner hatten die Manz-Aktie in den vergangenen Tagen angeschoben. Die im TecDax notierte Aktie lag mit 71,54 Euro 0,8 Prozent im Plus und hat damit binnen zwei Monaten rund 40 Prozent an Wert zugelegt.

Von

rtr

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