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31.03.2014

13:20 Uhr

Spezialmaschinenbauer

Singulus zurück in den schwarzen Zahlen

Der fränkische Spezialmaschinenbauer Singulus verringert seinen Verlust und schrieb 2013 wieder schwarze Zahlen. Während Blu-Ray-Discs des Unternehmens hoch im Kurs stehen, sorgt das Solargeschäft weiterhin für Verluste.

Ein Singulus-Mitarbeiter bedient eine Produktionsmaschine zur Fertigung von sogenannten Blu-Ray-Discs. Das Unternehmen schrieb 2013 nach erheblichen Verlusten im Vorjahr wieder schwarze Zahlen. dpa

Ein Singulus-Mitarbeiter bedient eine Produktionsmaschine zur Fertigung von sogenannten Blu-Ray-Discs. Das Unternehmen schrieb 2013 nach erheblichen Verlusten im Vorjahr wieder schwarze Zahlen.

Kahl am MainDank des wachsenden Marktes für Filme und Spiele auf Blu-Ray-Scheiben hat der Spezialmaschinenbauer Singulus seine Verluste deutlich verringert. Operativ schaffte das fränkische Unternehmen im vergangenen Jahr sogar den Sprung in die schwarzen Zahlen, unter dem Strich stand jedoch noch ein kleiner Verlust von 700 000 Euro. 2012 hatte das Minus bei 62,4 Millionen Euro gelegen, vor allem wegen hoher Kosten für die Umstrukturierung und eines Sparprogrammes. Das Solargeschäft sei aber weiter schwach gewesen, teilte Singulus am Montag in Kahl am Main mit.

Der börsennotierte Konzern stellt Maschinen zur Produktion von CDs, DVDs, Blu-Ray-Scheiben, Halbleitern und Solarzellen her. Der Umsatz stieg 2013 um fast ein Viertel auf 134,9 Millionen Euro. Allerdings verbuchte Singulus etwas weniger neue Aufträge, ihr Wert lag mit gut 115 Millionen Euro fast 7 Millionen Euro unter dem des Vorjahres. Der Bestand schrumpfte von 40 auf 20 Millionen Euro.

Die größten Maschinenbauer Deutschlands

Platz 10 – Rolls-Royce Power Systems

Umsatz 2012: 3,02 Milliarden Euro

Die deutsche Firma mit Hauptsitz in Friedrichshafen hieß bis Januar 2014 noch Tognum. Sie bietet Dieselmotoren und Antriebssysteme an und ist seit 2007 an der Börse notiert.

Platz 9 – SMS Group

Umsatz 2012: 3,24 Milliarden Euro

Die SMS Group ist der Dachgesellschaft SMS Holding GmbH untergeordnet und verarbeitet Stahl und Nichteisenmetalle. Alleinaktionär ist die Familie um den deutschen Unternehmer Heinrich Weiss.

Platz 8 – MAN

Umsatz 2012: 4,26 Milliarden Euro (MAN Power Engineering)

Die „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ wurde bereits 1758 gegründet und war zunächst für Eisenverarbeitung zuständig. Seit 2011 hält Volkswagen die Mehrheit am Konzern.

Platz 7 – Knorr-Bremse

Umsatz 2012: 4,3 Milliarden Euro

Das größte Unternehmen für Bremssysteme von Schienen- und Nutzfahrzeugen wurde 1905 gegründet und ist nicht an der Börse notiert. Der Hauptsitz liegt in München.

Platz 6 – Kion

Umsatz 2012: 4,73 Milliarden Euro

Die Wiesbadener Kion Group wurde 2006 gegründet, baut Gabelstapler und Lagertechnikgeräte. Sie ging aus der Linde AG hervor und ist seit 2013 an der Börse.

Platz 5 – Thyssen-Krupp

Umsatz 2012: 5,64 Milliarden Euro (Thyssen-Krupp Industrial Solutions)

Deutschlands größter Stahlkonzern sitzt in Essen und entstand 1999 in Folge der Fusion von Hoesch-Krupp und Thyssen. Die historischen Wurzeln reichen in die Phase der industriellen Revolution in Deutschland zurück.

Platz 4 – Gea

Umsatz 2012: 5,72 Milliarden Euro

Das börsennotierte Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf und ist auf die Herstellung von Prozesstechnik und Komponenten im Maschinenbau spezialisiert. Es wurde 1881 gegründet.

Platz 3 – Voith

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 5,73 Milliarden Euro

Die Wurzeln des Heidenheimer Maschinenbau-Unternehmens gehen bis in das Jahr 1867 zurück. Voith befindet sich im Besitz der Gründerfamilie. Das Unternehmen beliefert unter anderem Wasserwerke, Automobilhersteller und die Papierindustrie.

Platz 2 – Linde

Umsatz 2012: 15,28 Milliarden Euro

Die Linde Group sitzt in München und betreibt weltweit ihr Kerngeschäft mit Gasen und Prozess-Anlagen. Das 1879 gegründete Unternehmen ist börsennotiert und im Dax gelistet.

Platz 1 – Siemens

Umsatz Geschäftsjahr 2012/13: 18,59 Milliarden Euro (Siemens Industry)

Das Dax-Unternehmen mit Sitz in Berlin und München ist Deutschlands größter Technologiekonzern. Die Firma wurde 1847 von Werner Siemens gegründet und setzt den Fokus auf Elektrotechnik.

Vor Zinsen und Steuern (Ebit) machte Singulus 2,2 Millionen Euro Gewinn (Vorjahr: minus 60,5 Millionen Euro). Die Krise in der Photovoltaik-Industrie hatte dem Unternehmen in den vergangenen Jahren schwer zu schaffen gemacht - hier berichtete der Vorstand zuletzt aber von positiven Signalen. Für 2014 erwartet Singulus erneut einen operativen Gewinn.

Von

dpa

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