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26.01.2016

14:35 Uhr

Spielwaren-Trends 2016

Im Kinderzimmer wird aufgerüstet

VonJoachim Hofer

Was Weihnachten unterm Christbaum liegen wird, ist derzeit auf der Spielwarenmesse zu sehen. Hightech breitet sich rasant in Kinderzimmern aus. Doch Hersteller von traditionellem Spielzeug müssen sich nicht verstecken.

Die Spielwarenbranche ist so kreativ wie seit Jahren nicht mehr. Fischertechnik

3D-Drucker von Fischertechnik

Die Spielwarenbranche ist so kreativ wie seit Jahren nicht mehr.

NürnbergEin 3D-Drucker zum Selberbauen? In deutschen Kinderzimmern wird das bald Wirklichkeit. Aus 600 Fischertechnik-Teilen können die Kids schon bald solch ein Hightech-Gerät zusammensetzen und anschließend Ihre Konstruktionen ausdrucken.

Das badische Familienunternehmen Fischer ist mit seinem bemerkenswerten 3D-Drucker kein Einzelfall: Die Spielwarenbranche ist so kreativ wie seit Jahren nicht mehr. An diesem Mittwoch beginnt in Nürnberg die Spielwarenmesse, der größte Branchentreff weltweit. Die Stimmung in den Messehallen ist ausgezeichnet, denn dank der vielen Neuheiten strömen die Kunden nur so in die Läden.

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Getrieben von Finanzinvestoren muss sich Schleich zu einer globalen Marke entwickeln. Der Spielwarenhersteller integriert seine Figuren künftig in Erlebniswelten, um auch die Geschichten dazu zu erzählen.

„Das vergangene Jahr war wirklich klasse“, sagte Ulrich Brobeil, Geschäftsführer des Bundesverbands der Spielwarenhersteller, dem Handelsblatt. Um rund sechs Prozent sind die Umsätze in den Geschäften hierzulande in die Höhe geschossen. Zum Vergleich: Die Sporthändler in Deutschland mussten sich 2015 mit einem mageren Plus von einem Prozent zufrieden geben.

Was die Marken besonders freut: Es ist nicht nur die Elektronik, die für gute Geschäfte sorgt. So sind die Erlöse des traditionsreichen schwäbischen Spieleproduzenten Ravensburger um fast ein Fünftel auf 445 Millionen Euro gewachsen. Das lag zwar größtenteils an der Übernahme von Brio, eines Holzeisenbahn-Herstellers aus Skandinavien. Doch auch aus eigener Kraft konnte die Familienfirma ein Plus von acht Prozent ausweisen. Dabei waren es gerade die altbekannten Puzzles, die in der Gunst der Konsumenten ganz oben standen.

„Eigentlich dürfte es uns gar nicht mehr geben“, ulkt auch Michael Sieber, Chef und Eigentümer von Simba-Dickie, des mit einem Umsatz 616 Millionen Euro größten deutschen Spielwarenanbieters. Seit Jahren würde den Herstellern angesichts des Smartphone-Booms der Untergang prophezeit. Schließlich verbringt der Nachwuchs immer mehr Zeit mit den mobilen Geräten. Doch das Gegenteil sei der Fall: „Wir wachsen, aber viele Handyhersteller sind schon untergegangen.“ Zu seiner Gruppe gehören bekannte Marken wie Schuco, Noris, Märklin oder Big – fast alles Firmen, die von traditionellem Spielzeug leben.

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