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15.02.2011

10:31 Uhr

Sportartikel-Hersteller

Puma wächst wieder

Der Sportartikel-Hersteller Puma hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt und einen Rekordumsatz erwirtschaftet. Dennoch enttäuscht der Konzern bei der Dividende die Erwartungen.

Puma-Logo: Der Sportartikelhersteller hat sich 2010 bei Umsatz und Gewinn gesteigert. Quelle: dpa

Puma-Logo: Der Sportartikelhersteller hat sich 2010 bei Umsatz und Gewinn gesteigert.

Herzogenaurach Pumas Ausschüttung an die Eigentümer, gut 70 Prozent der Anteile liegen beim französischen Luxusgüter-Konzern PPR, solle bei 1,80 Euro je Aktie bleiben, teilte der Branchendritte nach Nike und Adidas am Dienstag im fränkischen Herzogenaurach mit. Analysten hatten im Schnitt mit einer Ausschüttung von 3,11 Euro je Aktie gerechnet.

Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr um mehr als zehn Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Währungsbereinigt betrug das Plus noch 3,6 Prozent. Die Rohertragsmarge, auf die Analysten stets sehr genau schauen, verringerte sich um rund einen Punkt auf 49,7 Prozent, ist damit aber immer noch ein Spitzenwert in der Branche. Vor allem höhere Beschaffungskosten durch steigende Rohstoffpreise machen den Sportartikel-Herstellern derzeit zu schaffen. Der Puma-Konzerngewinn erhöhte sich im Vergleich zum Krisenjahr 2009 um 154 Prozent auf 202,2 Millionen Euro.

Der Betrugsfall beim Joint Venture in Griechenland kostete Puma vergangenes Jahr 31 Millionen Euro. Zudem wurde das Ergebnis für das Jahr 2009, in dem Puma ohnehin heftig unter der Wirtschaftskrise gelitten hatte, nachträglich um 106,5 Millionen nach unten korrigiert. Mit weiteren Belastungen rechnet das Management um den scheidenden Vorstandschef Jochen Zeitz nicht. Puma geht gerichtlich gegen seine früheren Geschäftspartner vor.

Für die nächsten beiden Jahre gibt sich Puma angesichts der konjunkturellen Erholung in weiten Teilen der Welt optimistisch: Der Umsatz werde jeweils um einen mittleren bis oberen einstelligen Prozentsatz zulegen, der Konzerngewinn um rund fünf Prozent. Bis 2015 will die Raubkatzen-Marke die Erlöse dann auf vier Milliarden Euro hieven.

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