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11.04.2006

15:02 Uhr

Sportartikler legt zu

Adidas erhöht die Prognosen

Der Sportartikelhersteller Adidas geht davon aus, seinen Umsatz und Gewinn kräftiger zu steigern als bisher erwartet. Dazu soll nach Aussage des Managements auch die Eingliederung des 2005 erworbenen US-Unternehmens Reebok maßgeblich beitragen.

HB LONDON. Europas größter Sportartikelhersteller Adidas kommt bei der Integration des 2005 übernommenen US-Konkurrenten Reebok offenbar schneller voran als erwartet. „Wir machen enorme Fortschritte“, sagte Konzernchef Herbert Hainer am Dienstag in London. Zugleich erhöhte er die mittelfristigen Umsatz- und Gewinnprognosen für den Konzern.

Der Umsatz werde in den nächsten drei Jahren jeweils im hohen einstelligen Bereich zulegen, sagte Hainer. Bisher hatte adidas einen Zuwachs im mittleren bis hohen einstelligen Bereich in Aussicht gestellt. Der Gewinn soll in den nächsten drei Jahren jeweils zweistellig wachsen. Dabei erwartet adidas für 2007 ein Gewinnplus von mindestens 20 Prozent. Zuletzt hatte der Konzern von einem zweistelligen Zuwachs gesprochen. Im vergangenen Jahr steigerte Adidas den Konzernumsatz um zwölf Prozent auf 6,6 Mrd. Euro und den Nettogewinn um gut ein Fünftel auf 383 Mill. Euro. Der Münchner Konzern ist damit zweitgrößter Hersteller von Sportartikeln nach dem US-Konkurrenten Nike.

In die Übernahme von Reebok hat Adidas rund 3,2 Milliarden Euro investiert. Noch Anfang März hatte Hainer gewisse Probleme bei der Integration des US-Unternehmens eingeräumt.Umsatzrückgänge und ein unscharfes Markenprofil machten dem US- Hersteller zu schaffen. Reebok-Chef Paul Harrington kündigte jetzt in London an, das künftige Wachstum solle aus den Sparten Bekleidung, Laufen und Frauen kommen. Daneben werde sich Reebok auf die US-Ligen, auf Basketball und Fußball konzentrieren.

Allerdings wird die US-amerikanische Basketball-Liga NBA von der Spielzeit 2006/07 an für die nächsten elf Jahre von adidas mit Trikots und Bekleidung ausgerüstet. Bislang war Reebok NBA-Ausrüster. Mit dem Wechsel solle die Präsenz von adidas in den USA gesteigert werden, sagte Hainer. Reebok bleibe aber Marketingpartner der NBA und werde auch künftig unter dem NBA-Logo Schuhe herstellen.

Nach Hainers Worten will der Konzern nach der Integration von Reebok ab 2009 jährlich Kosten in Höhe von 175 Millionen Euro einsparen. Bislang war von 125 Millionen Euro die Rede. Zudem sollen dank der Reebok-Übernahme von 2009 an zusätzlich 500 Millionen Euro Umsatz pro Jahr erzielt werden.

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