Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.01.2008

11:35 Uhr

Sportwagenbauer

Porsche steuert Absatzrekord an

Der Sportwagenhersteller Porsche ist dank des neuen Modells seines spritdurstigen Geländewagens Cayenne auf dem Weg zu einem Absatzrekord. In der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres 2007/08 (31. Juli) hat das Unternehmen mehr Autos verkauft als von Analysten erwartet. Das freut die Anleger. Doch vom Unternehmen gab es auch kritische Töne.

Erfolgsmodell: Ein Porsche Cayenne bei der Endkontrolle im Werk Leipzig. Foto: ap ap

Erfolgsmodell: Ein Porsche Cayenne bei der Endkontrolle im Werk Leipzig. Foto: ap

HB STUTTGART. Weltweit werden in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres voraussichtlich 46 600 Fahrzeuge ausgeliefert, fast 19 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, wie Porsche zur Hauptversammlung am Freitag in Stuttgart mitteilte. Damit übertraf die Traditionsmarke die Erwartungen der Analysten, die für die Monate August bis Januar im Schnitt nur von einem Absatzplus von gut 15 Prozent auf 45 300 Autos ausgegangen waren.

Der Umsatz kann aber mit dem Tempo des Absatzwachstums nicht mithalten, da Porsche den schwachen Dollar zu spüren bekommt und weniger teuere Modelle des Sportwagens 911 auslieferte. In den sechs Monaten bis Ende Januar werde der Umsatz voraussichtlich um 14,2 Prozent auf 3,5 Mrd. Euro zulegen, teilte Porsche mit. Das Fahrzeuggeschäft liege operativ im Plan, sagte Porsche -Chef Wendelin Wiedeking. "Auch das Halbjahresergebnis dürfte unseren optimistischen Erwartungen entsprechen", sagte er. Details zur Gewinnentwicklung sollen jedoch erst im März bekanntgegeben werden, um die Geschäftszahlen von VW berücksichtigen zu können. Porsche ist mit 31 Prozent größter VW -Aktionär.

Mit dem jüngsten Auslieferungsrekord ist Porsche zuversichtlich, trotz eines schwieriger gewordenen Umfelds an das Absatzniveau des vergangenen Jahres von 97 500 Fahrzeugen anknüpfen zu können. Auch der Gewinn werde sich bis Ende des Geschäftsjahres erfreulich entwickeln, sagte Wiedeking voraus. "Wenn am Ende nichts Unvorhergesehenes passiert, dürften wir wieder ein Ergebnis erzielen, bei dem wir die Freudentränen nur schwerlich unterdrücken können", formulierte der Vorstandschef.

Die meisten Autos verkaufte Porsche von August bis Januar erneut in Nordamerika. Die Auslieferungen nahmen dort trotz der Finanzmarktkrise um 11,4 Prozent auf 16 200 zu. In Deutschland wurden rund 5700 (Vorjahr: 5498) Autos abgesetzt.

Verkaufsschlager war das technisch und optisch überholte Modell des Geländewagens Cayenne, der auf einer gemeinsamen Plattform mit dem VW Touareg basiert. Vom Cayenne wurden in den sechs Monaten mit 20 340 Fahrzeugen doppelt so viele Autos an Kunden übergeben wie ein Jahr zuvor. Schlechter verkauften sich die Topmodell-Reihe 911 und die Einstiegsmodelle Boxster und Cayman.

Zu Handelsbeginn stieg die Porsche -Aktie zeitweise um 6,5 Prozent

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×