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28.01.2005

16:40 Uhr

Sportwagenbauer verzeichnet höhere Nachfrage

Porsche legt sich nicht fest

In der ersten Geschäftsjahreshälfte verzeichnete Porsche vor allem bei der neuen Version seines Klassikers 911 eine deutlich höhere Nachfrage. Der Sportwagenbauer will sich trotzdem noch nicht auf einen erneuten Gewinnzuwachs in diesem Geschäftsjahr festlegen.

Porsche Boxter

Porsche Boxter

HB STUTTGART. Nach der Einführung der neuen Versionen seiner Sportwagen 911 und Boxster werde der Absatz zum Ende des Geschäftsjahres 2004/05 (zum 31. Juli) auf mindestens 80 000 Fahrzeuge wachsen, sagte Vorstandschef Wendelin Wiedeking auf der Hauptversammlung am Freitag in Stuttgart. Das geplante Absatzwachstum von rund vier Prozent würde nur knapp einem Drittel des im vorherigen Geschäftsjahres erreichten Rekordzuwachses der Verkaufszahlen auf 76 827 Sport- und Geländewagen entsprechen. „Für das erste Halbjahr können wir die Fortsetzung unserer Erfolgsgeschichte liefern“, sagte Wiedeking. In den Monaten von August bis Januar seien Absatz, Umsatz und Gewinn weiter gestiegen.

Der Umsatz blieb allerdings hinter der im Branchenschnitt guten Absatzentwicklung - einem Plus von 9,7 % - zurück. Das Umsatzvolumen stieg nach vorläufigen Zahlen um 3,4 % auf 2,95 Mrd. €. Für den Gewinn vor Steuern geht Porsche für das Halbjahr von einem Plus um 6,5 % auf 225,0 Mill. € aus. Der Überschuss wird mit 125,0 Mill. € 3,4 % über dem Vorjahr liegen.

Nachdem Porsche seit zehn Jahren von Rekord zu Rekord eilt, wollte Wiedeking kein konkretes Ziel für die Gewinnentwicklung nennen. „Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatzwachstum und einem weiterhin hohen Ertragsniveau“, teilte der Konzern lapidar mit. Porsche sei unter anderem wegen des im April auf den Markt kommenden 911 Carrera Cabrios optimistisch. 2003/04 hatte der Gewinn vor Steuern mit 1,09 Mrd. € erstmals über der Milliardenschwelle gelegen.

Doch der schwache Dollar hat die erfolgreiche Strategie der Absicherung aller Währungsrisiken stark verteuert. Wiedeking versicherte, dass Porsche sich wegen der starken Abhängigkeit vom nordamerikanischen Markt auch in Zukunft langfristig gegen Währungsschwankungen absichern werde. Derzeit laufe das Hedging des US-Dollar bis Anfang 2008 und werde auch danach nicht enden. Die hohen Stahlpreise seien für Porsche auf Grund seiner langen Lieferverträge kein Problem, fügte der Vorstandschef hinzu.

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