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13.03.2012

11:15 Uhr

Sportwagenhersteller

Der profitabelste Autobauer der Welt heißt Porsche

Noch gehört Porsche zwar nicht komplett zu Volkswagen. Fest steht aber: Der Konzern hat sich eine äußerst attraktive Braut angelacht. Denn trotz der Rekorde deutscher Autobauer ist nur einer der profitabelste: Porsche.

Porsche-Chef Matthias Müller hat in Genf den neuen Boxster präsentiert und am Dienstag Rekordzahlen dapd

Porsche-Chef Matthias Müller hat in Genf den neuen Boxster präsentiert und am Dienstag Rekordzahlen

StuttgartDer Sportwagenbauer Porsche hat mit Rückenwind durch die weltweit boomende Nachfrage nach neuen Autos „Made in Germany“ im vergangenen Jahr Rekorde bei Umsatz und Ergebnis eingefahren. „2011 war für Porsche sowohl bei Absatz, Umsatz als auch beim operativen Ergebnis das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte“, sagte Vorstandschef Matthias Müller am Dienstag in Stuttgart. Beflügelt von einem Absatzzuwachs von 21 Prozent auf knapp 117.000 Neuwagen kletterte der Umsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis sprang um 22 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro nach oben, die operative Marge legte daher um 0,6 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent zu. Den übrigen deutschen Autobauern fährt Porsche damit bei der Ertragskraft weit voraus: Audi kam 2011 als bester Oberklassehersteller auf eine operative Marge von gut zwölf Prozent.

Porsche hatte im Zuge der 2009 vereinbarten Integration in den VW-Konzern das früher von August bis Juli laufende Geschäftsjahr geändert und von August bis zum Dezember 2010 ein Rumpfgeschäftsjahr eingelegt. Das Jahr 2011 ist damit das erste, das dem Kalenderjahr entspricht. Auch bei VW ist das Geschäftsjahr deckungsgleich mit dem Kalenderjahr.

Rund die Hälfte der Porsche AG - die das Fahrzeuggeschäft von Porsche beinhaltet - gehört bereits den Wolfsburgern. Der bei der börsennotierten Porsche Holding verbliebene Rest könnte ab Jahresende an VW gehen, sofern entsprechende Optionen gezogen werden. Dabei dürften aber hohe Steuerlasten anfallen. Die von den Familien Piech und Porsche dominierte Porsche Holding wiederum hält gut die Hälfte der VW-Stammaktien.

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Mit dem 2011 um 17 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gestiegenen Cashflow sei die Porsche AG gut für die Zukunft gerüstet und könne die Verschuldung wie geplant senken, sagte Finanzvorstand Lutz Meschke. „Wir planen ein gesundes Wachstum“, sagte der Finanzchef. Über den aktuellen Schuldenstand machte das Unternehmen keine Angaben.

Bis zum Jahr 2018 will Porsche seinen Absatz auf rund 200.000 Fahrzeuge steigern, dazu sollen auch neue Modelle wie ein ab 2014 gebauter weiterer Geländewagen („Macan“) beitragen. Die Belegschaft soll bis dahin auf rund 20.000 Beschäftigte steigen. Ende 2011 beschäftigte die Porsche AG rund 15.300 Mitarbeiter, 16 Prozent mehr als Ende 2010.

Von

rtr

Kommentare (2)

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13.03.2012, 11:28 Uhr

Bei der Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft vom Autoexport kann einem schon Angst und bange werden.

Micha

13.03.2012, 11:42 Uhr

Man kann auch sagen, Porsche sind die teuersten Autos. Schon klar, wenn die Lackierung der Unterschale des Aussenspiegels in Wagenfarbe Extra kostet!

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