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10.01.2006

17:33 Uhr

Staatsanwaltschaft ermittelt

Opel-Mitarbeiter sollen ihren Arbeitgeber geschädigt haben

Gleich mehrere Opel-Mitarbeiter sollen ihren Arbeitgeber hintergangen um um viel Geld gebracht haben. Es geht um die Verschrottung einer ausgemusterten Fertigungsanlage.

HB RÜSSELSHEIM. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat Ermittlungen gegen acht Mitarbeiter des Rüsselsheimer Opel-Stammwerkes wegen Untreue und Bestechlichkeit eingeleitet. Ebenfalls betroffen von dem Ermittlungsverfahren ist der Chef einer Demontagefirma. Wie die Staatsanwaltschaft berichtete, wurden am Dienstag die Arbeitsplätze und Wohnungen der Opel-Mitarbeiter sowie die Demontagefirma aus dem Raum Trier durchsucht.

Nach Angaben aus Unternehmenskreisen handelte es sich dabei um die Fertigungslinien der Modelle Vectra und Omega aus dem 2001 stillgelegten alten Opel-Werk. Diese seien in den vergangenen 4 Jahren schrittweise abgerissen und verschrottet worden. Es gebe den Verdacht, dass die beauftragte Demontagefirma im Verein mit den tatverdächtigen Opel-Mitarbeitern dabei mehr Metallschrott abtransportiert habe, als offiziell angegeben wurde. Der Schaden sei hoch, liege schätzungsweise aber unter 1 Million Euro.

Wie Opel-Chef Hans Demant berichtete, wurden die Ermittlungen durch eine Anzeige des Autoherstellers ausgelöst: „Unsere strengen internen Kontrollen haben ihre Wirksamkeit gezeigt.“ Opel gehe von einer schnellen und lückenlosen Aufklärung aus und werde dabei die Staatsanwaltschaft nach Kräften unterstützen. Die betroffenen acht Mitarbeiter wurden nach Opel-Angaben inzwischen beurlaubt und erhielten Werksverbot.

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