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12.03.2013

15:39 Uhr

Staatsanwaltschaft

Schweizer ermitteln wegen Novartis-Abfindung

Die Millionenabfindung für den Novartis-Chef könnte ein Nachspiel haben. Die Staatsanwaltschaft Basel hat ein Verfahren gegen Verantwortliche eröffnet. Namen wurden dabei nicht genannt.

Novartis-Präsident Daniel Vasella soll eine Abfindung über 58 Millionen Euro erhalten. Reuters

Novartis-Präsident Daniel Vasella soll eine Abfindung über 58 Millionen Euro erhalten.

Basel/WienDie umstrittene millionenschwere Abfindung für den scheidenden Präsidenten des Schweizer Pharmakonzerns Novartis hat ein juristisches Nachspiel: Die Staatsanwaltschaft Basel hat ein „Verfahren gegen Verantwortliche der Novartis eröffnet und klärt nun ab, ob ein Straftatbestand vorliegt“, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Peter Gill am Dienstag mitteilte.

Namen möglicher involvierter Personen werden aber ausdrücklich nicht genannt, sagte Gill. Zum Straftatbestand wollte sich Gill ebenfalls nicht äußern. Andere Medien hatten von der Veruntreuung von Unternehmensvermögen berichtet.

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Die Aktionäre lassen kaum ein gutes Haar am scheidenden Verwaltungsratschef.

Der Verwaltungsrat hatte einer rund 58,5 Millionen Euro schweren Abfindung für Novartis-Präsident Daniel Vasella zugestimmt. Ein Anlegeranwalt sowie eine anonyme Person erstatteten danach laut Gill Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Mitglied des Verwaltungsrats - und derzeit vorübergehend Leiter des Gremiums - ist der frühere Henkel-Chef Ulrich Lehner, der als möglicher Kandidat für den vakanten Aufsichtsratschefposten beim Dax-Konzern ThyssenKrupp gilt.

Nach scharfer Kritik von Politikern und Aktionären verzichtete Vasella auf die kontroverse Abfindung. Bei einer Volksabstimmung Anfang März sprach sich die Mehrheit der Schweizer für eine Deckelung der Millionenvergütungen für Spitzenmanager aus.

Von

dpa

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