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06.11.2014

16:50 Uhr

Stahlbranche

Thyssen-Krupp kämpft mit Preisdruck

In wenigen Tagen legt der Stahlkonzern Thyssen-Krupp seine Zahlen für das laufende Geschäftsjahr 2013/14 vor. Die Nachfrage verläuft zwar plangemäß, die Erlöse bereiten dem Konzern jedoch Probleme.

Thyssen-Krupp macht der Preisdruck in der Stahlbranche zu schaffen. Reuters

Thyssen-Krupp macht der Preisdruck in der Stahlbranche zu schaffen.

DüsseldorfDer größte deutsche Stahlkonzern Thyssen-Krupp bekommt den Preisdruck in der Branche weiter zu spüren. Der Hersteller sei mit Blick auf die Nachfrage gemäß seinen Planungen unterwegs, sagte der Chef von Thyssen-Krupp Steel Europe, Andreas Goss, am Donnerstag am Rande eines Branchentreffens in Düsseldorf. „Aber diese Nachfrage erfolgt natürlich auf der Basis von sehr, sehr niedrigem Erlösniveau und deshalb haben wir nach wie vor Probleme, entsprechend profitabel zu werden.“

Von einem Anziehen der Nachfrage wollte Goss aber trotz einer Besserung in einzelnen Bereichen nicht sprechen. Die Nachfrage entwickele sich von Quartal zu Quartal unterschiedlich. Das große Problem sei aber nicht die Nachfrage, sondern die Erlöse. Nähere Einzelheiten nannte der Manager nicht, der Konzern legt am 20. November seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2013/14 vor.

Das Geschäftsjahr 2012/2013 von Thyssen-Krupp in Zahlen

Components Technology

Im Geschäftsjahr 2012/2013 erzielte die Komponenten-Sparte (unter anderem Zuliefererteile für die Autoindustrie) ein bereinigtes Ebit von 244 Millionen Euro.

Elevator Technology

Die Aufzug-Sparte hat mit einem bereinigten Ebit von 675 Millionen Euro das beste Ergebnis aller Sparten von Thyssen-Krupp eingefahren.

Industrial Solutions

Die Sparte für Industrieanlagen steuerte 640 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei.

Materials Services

Das bereinigte Ebit von Material Services lag 2012/2013 bei 236 Millionen Euro.

Steel Europe

Die von Überkapazitäten geprägte europäische Stahlsparte erwirtschaftete ein bereinigtes Ebit von 143 Millionen Euro.

Steel Americas

Bei der amerikanischen Stahl-Sparte sah es im Geschäftsjahr 2012/2013 düster aus, insgesamt stand ein Verlust von 495 Millionen Euro in den Büchern. Zumindest das Walzstahlwerk in Alabama konnte nach Ablauf des Geschäftsjahres für rund eine Milliarde Euro an Arcelor Mittal und Nippon Steel verkaufen.

Corporate

Hier fiel ein Verlust von 425 Millionen Euro an.

Von

rtr

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