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28.01.2008

13:19 Uhr

Stahlgeschäft

ThyssenKrupp peilt Umsatzwachstum an

ThyssenKrupp will die steigenden Produktionskosten für Stahl auf die Kunden abwälzen und seinen Umsatz im Stahlgeschäft im laufenden Geschäftsjahr 2007/08 erhöhen.

HB DUISBURG. "Ich glaube, dass ein Umsatzwachstum von vier bis acht Prozent möglich ist", sagte der Chef von ThyssenKrupp Steel, Karl-Ulrich Köhler, am Montag in Duisburg. Der Stahlverbrauch werde 2008 weiter zunehmen. ThyssenKrupp Steel sei erfolgreich in das neue Geschäftsjahr gestartet. "Der von uns erwartete Umsatzzuwachs wird auch aus einem höheren Preisniveau resultieren."

Im Geschäftsjahr 2006/07 hatte die ThyssenKrupp -Stahlsparte 13,2 Mrd. Euro erlöst. Der Gesamtkonzern, zu dem auch die Sparten Edelstahl, Technologies und Services gehören, kam auf 51,7 Mrd. Euro.

Bereits in den zum Januar abgeschlossenen Jahresverträgen habe ThyssenKrupp zum Teil Preiserhöhungen von 50 bis 70 Euro je Tonne durchsetzen können, sagte Köhler. Auch für die anstehenden Quartalsverträge sei der Konzern zuversichtlich. Die Erhöhungen seien wegen der steigenden Energie, Rohstoff- und Frachtkosten notwendig.

Die Stahlproduzenten seien bei den Verhandlungen über die Eisenerzpreise in keiner günstigen Ausgangslage. "Eine moderate Entwicklung wäre wünschenswert." Der Weltmarkt wird von wenigen Anbietern wie BHP und Rio Tinto beherrscht. Die Stahlbranche fürchtet Preissteigerungen von mehr als 20 Prozent.

Scharf ins Gericht ging Köhler mit den Klimaschutzplänen der EU-Kommission. Diese sähen zwar Ausnahmen für energieintensive Branchen wie die Stahlindustrie vor. Diese stünden aber ab 2011 unter dem Vorbehalt einer ständigen Nachprüfung. Den Unternehmen hätten damit keine Planungssicherheit. Sollte es dabei bleiben, könnten weitere Investitionen gestrichen werden. "Auf dieser unsicheren Basis kann kein verantwortlicher Vorstand eine zukunftsweisende Investitionsentscheidung treffen."

Der Stahlchef sprach zur Einweihung eines neuen Hochofens im Duisburger Stammwerk. Der Konzern hat in den Ofen 250 Mill. Euro investiert. Weitere will ThyssenKrupp im Ausland aufbauen. Im nächsten Jahr will der deutsche Branchenprimus ein Stahlwerk in Brasilien in Betrieb nehmen, 2010 ein Stahl- und Edelstahlwerk in den USA.

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