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20.09.2011

18:35 Uhr

Stahlhändler

Klöckner fahndet nach Übernahmekandidaten

VonMartin Murphy

ExklusivDer Stahlhändler Klöckner + Co hat trotz Finanzkrise weiter große Pläne und will auf Einkaufstour gehen. Dank der Märkte in Asien und Südamerika sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt.

Klöckner + Co will shoppen gehen. dpa

Klöckner + Co will shoppen gehen.

Europas größter Stahlhändler Klöckner + Co bleibt im Akquisitionsmodus. Anders als noch im Krisenjahr 2008 will Vorstandschef Gisbert Rühl sich nicht von der nun eintrübenden Konjunktur von seinem Kurs abbringen lassen. „Die Konsolidierung ist in dem engen Markt wichtig, wir werden diese daher vorantreiben“, sagte Rühl im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Nach einer Kapitalerhöhung im Juni hat der Konzern dafür genügend Geld in der Kasse. „Wir sind absolut solide finanziert, eine größere Akquisition können wir damit stemmen.“ Rund 700 Millionen Euro hat das Unternehmen auf der hohen Kante. Seit dem Börsengang Mitte 2006 hat Klöckner 24 Wettbewerber übernommen und damit die Präsenz in den Stammmärkten Europa und Nordamerika gestärkt.

Nach Übernahmezielen fahndet Rühl nun in Südamerika und China, wo Klöckner in den kommenden Wochen sein erstes Handelszentrum eröffnen will. Weitere Zukäufe sind in Thailand oder Indonesien denkbar. Mögliche Akquisitionsziele habe sich Klöckner dort bereits angeschaut, sagte Rühl.

Mit den Erlösen aus Asien und Südamerika will sich Unternehmen gegen konjunkturelle Verwerfungen absichern. Bis zum Ende der Dekade soll der Stahlabsatz auf 20 Millionen Tonnen vervierfacht werden, jede Dritte Tonne soll in Schwellenländern verkauft werden. Klöckner würde damit mehr Stahl verkaufen als Thyssen-Krupp produziert.

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