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12.10.2011

10:19 Uhr

Stahlhersteller

„Ein Absturz wie 2008 ist unwahrscheinlich“

Die allgemeine Verunsicherung wegen der wirtschaftlichen Lage hat die Stahlhersteller erreicht – das spiegeln die aktuellen Produktionszahlen wider. Eine Rezession erwarten die Verbände jedoch nicht. Anleger atmen auf.

Ein Mitarbeiter von Thyssen-Krupp im Duisburger Stahlwerk. dpa

Ein Mitarbeiter von Thyssen-Krupp im Duisburger Stahlwerk.

ParisWegen der konjunkturellen Verunsicherung bemühten sich die Stahlkunden, ihre Lager auf ein niedriges Niveau herunterzufahren, sagte der Chef der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff heute am Rande der Weltstahlkonferenz in Paris. „Eine Rezession, geschweige denn ein ähnlicher Absturz wie im Herbst 2008, ist unwahrscheinlich“, beruhigte er. „Eine fundamentale Trendumkehr der bislang guten Entwicklung auf dem deutschen und den internationalen Stahlmärkten erwarten wir nicht.“ 

Der Weltstahlverband rechnet für 2011 allerdings nur noch mit einem weltweiten Anstieg der Stahlproduktion um 6,5 Prozent auf 1,4 Milliarden Tonnen. 2010 war noch 15,1 Prozent mehr Stahl im Vergleich zum Vorjahr hergestellt worden. Für 2012 erwartet der Verband eine weitere Abschwächung auf ein Wachstum von 5,4 Prozent.  

Auch der Chef der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, bekräftigte trotz der verhaltenen Bestellungen seine bisherige Prognose, wonach in diesem Jahr in Deutschland 45,5 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt werden sollen. Das sind 1,7 Millionen Tonnen mehr als 2010. Es gebe aber ein Abwärtsrisiko sagte Kerkhoff. 

Die Aktien der großen Stahlhersteller wie Thyssen-Krupp hatten zu Beginn des Handels zunächst an Wert verloren, nach den positiven Einschätzungen der Wirtschaftsvereinigung Stahl und des Weltstahlverbandes legten sie aber wieder zu. 

Kommentare (2)

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lowabras

12.10.2011, 14:24 Uhr

Träumt mal schön weiter. Brasilien wird bald nicht mehr nur nach Erz buddeln, sondern Stahl produzieren.
Eine glasklare Entwicklung und das Land ist hungrig und hat eine hoch motivierbare, junge Bevölkerung!
Hier agieren keine Greise, wie in den alten Industrienationen, sondern junge energiegeladene Jungster mit angeborenem Improvisationstalent. www.steuerembargo.co.de

frag_den_Investmentprofi

12.10.2011, 14:53 Uhr

und genau da hat Thyssen Krupp gerade ein gigantisches Stahlwerk angefahren - daher alles super in Deutschland!

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