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16.03.2006

20:18 Uhr

Stahlindustrie

Corus sucht Partner aus Schwellenland

Der britisch-niederländische Stahlkonzern Corus sucht dringend einen Partner aus einem Schwellenland, um günstiger produzieren zu können. „Wir prüfen derzeit eine Reihe von Gelegenheiten“, sagte Vorstandschef Philippe Varin dem Handelsblatt.

HB LONDON. Der achtgrößte Stahlhersteller der Welt reagiert damit auf die Fusionswelle in der Branche und auf die rapide steigenden Energiekosten in Europa. Mit dem Verkauf der Aluminium-Verarbeitung für 826 Mill. Euro an das US-Unternehmen Aleris International bereinigte der Konzern gestern seine Struktur.

Varin betonte in dem Gespräch, es sei seine erste Priorität, eine günstige Bezugsquelle für Rohstoffe und Rohstahl zu erschließen. Corus habe eine Reihe von Vorteilen zu bieten, die den Konzern als Partner für Unternehmen aus Schwellenländern attraktiv mache. So biete er den Zugang zum westeuropäischen Markt und mit Ijmuiden in den Niederlanden das kostengünstigste Stahlwerk der Region. Zudem sei Corus an der Londoner Börse notiert, wo der Konzern gerade wieder in den FTSE-Index der 100 führenden Werte aufgenommen wurde. Auf die Frage, welche Länder er bei der Partnersuche bevorzuge, nannte er Brasilien, Russland und Indien.

Die Konsolidierung in der Stahlindustrie, die Weltmarktführer Mittal Steel gerade mit einem Kaufangebot für die Nummer zwei, Arcelor, voranzutreiben sucht, sieht Varin positiv. Der Stahlmarkt werde dadurch stabiler. Um die Vorteile der Konsolidierung zu ernten, müssten die fünf führenden Stahlhersteller ihren Marktanteil auf 40 Prozent verdoppeln, sagte er.

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