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12.05.2017

14:30 Uhr

Stahlkonzern

Arcelor-Mittal verdient mehr als erwartet

Arcelor-Mittal erzielt endlich wieder Gewinne – dank der Erholung der Stahlpreise. Durch das bessere Marktumfeld legte der Umsatz des weltgrößten Stahlherstellers um ein Fünftel zu.

Der weltgrößte Stahlhersteller profitiert von der Stahlpreiserholung. Dank des besseren Marktumfelds konnte das Unternehmen wieder Gewinner erzielen. AFP; Files; Francois Guillot

Arcelor-Mittal

Der weltgrößte Stahlhersteller profitiert von der Stahlpreiserholung. Dank des besseren Marktumfelds konnte das Unternehmen wieder Gewinner erzielen.

LuxemburgDer weltgrößte Stahlhersteller Arcelor-Mittal profitiert weiter von einem besseren Marktumfeld. Dank der Erholung der Stahlpreise kehrte das Unternehmen im ersten Quartal 2017 in die Gewinnzone zurück. Der Nettogewinn sprang auf knapp 1 Milliarde US-Dollar, wie der Stahl- und Bergbaukonzern am Freitag mitteilte. Im Vorjahr stand unter dem Strich noch ein Minus von rund 400 Millionen.

Dank der Erholung der Stahlpreise sowie besserer Preise für Eisenerz, legte der Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Fünftel auf 16,1 Milliarden Dollar (14,8 Milliarden Euro) zu, wie der in einigen Bereichen mit Thyssen-Krupp konkurrierende Konzern weiter mitteilte.

Die größten Stahlproduzenten in Deutschland

ESF Elbestahlwerke Feralpi

Der Stahlproduzent aus dem sächsischen Riesa wurde 1992 gegründet und produziert unter anderem Stranggussknüppel, Betonstabstahl und Walzdraht. 2016 produzierte Feralpi eine Million Tonnen Stahl.

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl

Lech Stahlwerke

1970 wurde das Stahlwerk im bayrischen Meitingen gegründet. Das Unternehmen hat sich auf Betonstahl spezialisiert. Lech produzierte 2016 1,2 Millionen Tonnen Stahl.

Georgsmarienhütte

1,3 Millionen Tonnen Stahl produzierte das Stahlwerk 2016. Georgsmarienhütte wurde 1856 in der gleichnamigen Stadt in Osnabrück gegründet. Das Unternehmen produziert Stabstahl, Halbzeug und Blankstahl.

Riva

Der italienische Stahlkonzern hat mehrere Werke in Deutschland. 1954 wurde das Unternehmen von den Brüdern Emilio und Adriano Riva in Mailand gegründet. 2016 produzierte Riva in Deutschland 1,8 Millionen Tonnen Stahl.

Dillinger Hütte

Das Hüttenwerk (Anlage zur Erzeug von Stahl und Eisen aus Erzen) mit Sitz im saarländischen Dillingen produzierte 2016 2,2 Millionen Tonnen Stahl. Das Unternehmen wurde bereits 1685 gegründet.

Badische Stahlwerke

Der Stahlhersteller wurde 1955 im baden-württembergischen Kehl gegründet und produziert hauptsächlich für die Bauindustrie. 2016 konnte das Unternehmen 2,4 Millionen Tonnen Stahl produzieren.

Saarstahl

1989 wurde der Stahlproduzent im saarländischen Völklingen gegründet. 2016 produzierte er 2,5 Millionen Tonnen Stahl.

Salzgitter

Die Wurzeln der 1998 im niedersächsischen Salzgitter gegründeten Salzgitter AG gehen ins Jahr 1858 zurück. Rund sieben Millionen Tonnen Stahl produzierte das Unternehmen 2016.

Arcelor-Mittal

Der Konzern ging 2007 aus der Fusion der niederländischen Mittal und Arcelor aus Luxemburg hervor. Der Konzern hat mehrere Standorte in Deutschland und produzierte 2016 hierzulande 7,8 Millionen Tonnen Stahl.

Thyssen-Krupp

1999 wurden die Ruhrgebietskonzerne Krupp-Hoesch und Thyssen zusammengelegt. Deutschlandweit ist das Unternehmen mit Sitz in Essen der größte Stahlproduzent. Allein 2016 fertigte er 12,1 Millionen Tonnen Stahl.

Konzernchef Lakshmi Mittal sieht im zweiten Quartal weitgehend unveränderte Marktbedingungen. Der weltweite Stahlverbrauch werde im laufenden Jahr leicht steigen, schätzt der Manager, der jedoch weiter Preisdumping in einigen Schlüsselmärkten beklagte. Er bestätige die Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Von

dpa

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