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06.05.2011

06:34 Uhr

Stahlkonzern

Bei Thyssen-Krupp bleibt kein Stein auf dem anderen

Der größte deutsche Stahlhersteller Thyssen-Krupp will sich von zahlreichen Geschäftsbereichen trennen. Dabei soll auch das Edelstahlgeschäft abgespalten werden. Und das ist längst nicht alles, was der neue Chef Hiesinger vorhat.

Ein Stahlarbeiter von Thyssen-Krupp am Fuß des Hochofens 8 in Duisburg. Quelle: dpa

Ein Stahlarbeiter von Thyssen-Krupp am Fuß des Hochofens 8 in Duisburg.

EssenDer neue Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger plant einen radikalen Konzernumbau. Der Vorstand will sich von Aktivitäten mit einem Jahresumsatz von rund zehn Milliarden Euro trennen, wie Deutschlands größter Stahlproduzent nach einer Sitzung des Gremiums mitteilte. Gemessen am Umsatz des vergangenen Geschäftsjahres ist dies ein Viertel der Gesamterlöse. Größter Brocken ist das Edelstahlgeschäft, das abgespalten werden soll.

Für die Sparte mit einem Umsatz von 5,9 Milliarden Euro und mehr als 11000 Mitarbeitern werde eine Lösung außerhalb des Konzerns gesucht, hieß es. Weiter ist geplant, einen Teil der Automotive-Aktivitäten zu veräußern und in Partnerschaften einzubringen. In den betroffenen Firmenteilen wird von rund 35.000 Mitarbeitern ein Umsatz von etwa zehn Milliarden Euro erzielt. Darin sind auch Sparten enthalten, deren Abspaltung schon zuvor angekündigt worden war.

Mit dem Umbau will sich Hiesinger frisches Kapital besorgen. Auf Thyssen-Krupp lasteten zum Jahreswechsel Verbindlichkeiten in Höhe von 5,8 Milliarden Euro. Um von diesem aus Investorensicht hohem Schuldenstand runterzukommen, benötigt das Unternehmen offenbar die Erlöse aus dem Verkauf der Geschäftsbereiche. Außerdem will ThyssenKrupp besonders in den Schwellenländern wachsen und „vielversprechende Geschäfte“ ausbauen.

Mit einer gestärkten finanziellen Basis erhalte der Konzern zusätzliche Flexibilität, um strategisch vielversprechende Geschäfte auszubauen. Dem Plan muss noch der Aufsichtsrat am 13. Mai zustimmen. Hiesinger will dann auch weitere Details seiner Strategie vorlegen. Der frühere Siemens-Manager hatte im Januar den Vorstandsvorsitz von Ekkehard Schulz übernommen.

Kommentare (1)

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aruba

06.05.2011, 07:21 Uhr

Guten Tag,... Nach dieser Schlagzeile glaubte Ich die Royal Air Force wuerde wieder Angriffe fliegen, und die *Braunen* waeren zuruck .?! Besten Dank

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