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06.11.2015

09:25 Uhr

Stahlkonzern kappt Prognose

Chinesischer Billigstahl macht auch Arcelor zu schaffen

Made in China: Das kommt bei dem Stahlhersteller Arcelor-Mittal gar nicht gut an. Knapp zwei Milliarden Gewinn wird der Konzern durch den billig produzierten Stahl einbüßen. Doch das ist nicht alles.

Billiges Stahl: Ein Arbeiter steht inmitten von Stahlrollen auf einem Verladeplatz in Shenyang. dpa

Stahlproduktion in China

Billiges Stahl: Ein Arbeiter steht inmitten von Stahlrollen auf einem Verladeplatz in Shenyang.

BrüsselDer weltweit größte Stahlkocher Arcelor-Mittal schraubt wegen der rückläufigen Nachfrage und der Billigkonkurrenz aus China seine Prognose kräftig herunter. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einem Betriebsgewinn von 5,2 bis 5,4 Milliarden Dollar – bislang hatte das Unternehmen bis zu sieben Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

„Die ohnehin schon herausfordernden Geschäftsbedingungen haben sich in den vergangenen Monaten weiter verschlechtert“, sagte Firmenchef Lakshmi Mittal am Freitag. „Das hat vor allem mit dem Preisverfall zu tun, ausgelöst durch außerordentlich niedrige Exportpreise aus China.“

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Die Konzerne aus dem Reich der Mitte drücken ihre gewaltigen Überkapazitäten auf den Weltmarkt. In jüngster Zeit hat das Volumen noch einmal kräftig zugenommen. Die Preise einiger Sorten geraten b ereits unter Druck.

Zudem rechnet der Konzern damit, dass die weltweite Stahlnachfrage im laufenden Jahr sinkt, nachdem er vorher von einer stabilen Nachfrage ausgegangen. Im dritten Quartal schrumpfte der Betriebsgewinn bei Arcelor-Mittal um ungefähr ein Drittel auf 1,35 Milliarden Dollar.

Der Konzern ist zwar nicht besonders abhängig von dem Markt in China. Die Volksrepublik spielt aber weltweit für die Branche eine wichtige Rolle. In den ersten neun Monaten ging die Nachfrage um 5,8 Prozent zurück.

Von

rtr

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