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13.08.2015

12:47 Uhr

Stahlkonzern

Salzgitter zurück in der Gewinnzone

Beim Stahlkocher Salzgitter macht sich das harte Sparprogramm langsam bezahlt. Nach verlustreichen Jahren kämpften sich die Niedersachsen im ersten Halbjahr wieder erfolgreich in die schwarzen Zahlen.

Der Stahlkocher ist zurück auf Erfolgskurs. Reuters

Stahlarbeiter in Salzgitter

Der Stahlkocher ist zurück auf Erfolgskurs.

Salzgitter Trotz des großen Preisdrucks in der Branche sieht sich Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller Salzgitter in der Spur. Im ersten Halbjahr erwirtschaftete der MDax-Konzern nach einem Verlust von 15,9 Millionen Euro vor einem Jahr nun einen Überschuss von 41,3 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Der Umsatz blieb mit 4,5 Milliarden Euro stabil. Vor Steuern verdiente Salzgitter 80,2 Millionen Euro, nach einem Verlust von 4,2 Millionen Euro vor einem Jahr. Zum guten Abschluss trugen alle Geschäftsbereiche bei, betonte der Konzern, der ihn auch auf die harten Sparanstrengungen der vergangenen Jahre zurückführt.

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Konzernchef Heinz-Jörg Fuhrmann warnte jedoch davor, den erfolgreich eingeschlagenen Weg zu verlassen – auf dem Weg zum Erfolg gebe es noch eine ganze Reihe von Aufgaben zu erledigen. Der Konzern steckt nach mehreren Krisenjahren im Umbau.

Nach ihrem Sparprogramm, zu dem auch Hunderte Jobverluste gehörten, sehen sich die Niedersachsen nun aber wieder in der Spur. Trotz der anstehenden Großreparatur eines Hochofens, die bis zum Jahresende mit etwa 80 Millionen Euro zu Buche schlagen wird, hält Salzgitter seine Prognose aufrecht; demnach soll 2015 bei einem stabilen Umsatz ein Vorsteuergewinn „im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich“ gelingen.

Die größten Stahlhersteller der Welt

Platz 1: Arcelor-Mittal

Der mit Abstand größte Stahlproduzent der Welt ist Arcelor-Mittal. Der Konzern mit europäischen und indischen Wurzeln stellte 2015 gut 97 Millionen Tonnen Stahl her.

Quelle: World Steel Association

Platz 2: Hesteel Group

Der zweitgrößte Hersteller kommt aus China: Die Hebei Iron and Steel Group stellte 2015 rund 47,8 Millionen Tonnen Stahl her. Auch dieser Konzern ging aus einer Fusion hervor, die Unternehmen Tangsteel und Hansteel schlossen sich 2008 zusammen.

Platz 3: Nippon Steel & Sumitomo Metal

Auf Platz drei abgerutscht ist der japanische Konzern Nippon Steel & Sumitomo Metal. Die beiden japanischen Hersteller hatten sich im Oktober 2012 zusammengeschlossen und kamen 2015 zusammen auf ein Produktionsvolumen von 46,3 Millionen Tonnen Stahl, knapp 3 Millionen weniger als im Vorjahr.

Platz 4: Posco

Mit einer Produktion von rund 42 Millionen Tonnen Stahl ist Posco der viertgrößte Hersteller. Das Unternehmen ist der größte südkoreanische Anbieter und macht viele Geschäfte mit China.

Platz 5: Baosteel Group

Auf Platz fünf folgt ein weiterer chinesischer Konzern: Baosteel Group. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai produzierte knapp 35 Millionen Tonnen Stahl. Schlagzeilen machte der Hersteller im Jahr 2000 mit seinem Börsengang, der damals in China Rekorde brach.

Platz 16: Thyssen-Krupp

Im Vergleich zu Arcelor-Mittal, Hesteel & Co. ist Thyssen-Krupp ein Leichtgewicht. 2015 ging es für den größten deutschen Stahlproduzent mit einer Produktion von 17,3 Millionen Tonnen aber immerhin drei Plätze hinauf auf Rang 16. Ähnlich viel produziert der Konkurrent Gerdau aus Brasilien (17 Millionen Tonnen).

Auch beim Eigenkapital sieht sich der Konzern gut aufgestellt. „Die finanzielle Basis bleibt mit 35 Prozent Eigenkapitalquote sowie 178 Millionen Euro Nettoguthaben sehr solide.“ Gut ein Viertel an Salzgitter besitzt das Land Niedersachsen.

Von

dpa

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