Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.05.2011

09:43 Uhr

Stahlkonzern

Voestalpine rechnet mit weiterem Ergebnisplus

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine rechnet nach einem Ergebnissprung im vergangenen Geschäftsjahr auch 2011/12 mit einem Gewinnplus.

Ein Schienenkühlbett bei der Voestalpine AG. Quelle: voestalpine

Ein Schienenkühlbett bei der Voestalpine AG.

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine lässt die Wirtschaftskrise dank der boomenden Nachfrage aus der Auto- und Maschinenbauindustrie mit großen Schritten hinter sich. Im Anfang April angelaufenen Geschäftsjahr
erwartet das Unternehmen nach einem Gewinnsprung 2010/11 eine weitere "deutliche" Ergebnisverbesserung. Damit könnte der Rekord-Betriebsgewinn von vor vier Jahren von 1,15 Milliarden Euro wieder in Reichweite kommen.

Im vergangenen Geschäftsjahr legte das Betriebsergebnis auf 985 Millionen Euro zu. Das ist fast dreimal so viel wie im Geschäftsjahr davor und deutlich mehr als von Analysten erwartet. Sie hatten lediglich mit einem Ebit von 913 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz stieg um gut 28 Prozent auf 10,95 Milliarden Euro. Von dem Wachstumskurs sollen auch die Aktionäre profitieren, denen Voestalpine eine Dividende von 80 Cent je Anteilsschein in Aussicht stellte.

Für den Konzern sei nun "die Zeit der Defensive vorbei", schrieb der Vorstand an die Aktionäre. Voestalpine habe allen Grund, wieder mit Optimismus in die Zukunft zu schauen. Durch die Wirtschaftskrise waren die Ergebnisse des Unternehmens massiv eingebrochen.

Der Konzern hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vom klassischen Stahlkocher zu einem Anbieter für Spezialstahl für Autos, Hochgeschwindigkeitsbahnen, Tiefseepipelines, Großturbinen und Schienen entwickelt. Nun profitiert das Linzer Unternehmen vom Boom der deutschen Auto- und Maschinenbauer und der wachsenden Nachfrage aus der Transportindustrie. Einzig die Entwicklung in der Baubranche hinke den anderen Bereichen hinterher.

Auch die massiven Schwankungen der Rohstoffpreise trüben die Zuversicht des Traditionskonzerns nicht. Bereits heute zeichne sich für den größten Teil des neuen Geschäftsjahres in allen Geschäftsbereichen eine volle Auslastung ab.

Auch die deutschen Konkurrenten Salzgitter und ThyssenKrupp frohlocken angesichts der wachsenden Nachfrage und rechnen mit weiteren Zuwächsen. Der weltweite
Marktführer ArcelorMittal erwartet für das laufende Jahr eine bis zu sieben Prozent höhere Nachfrage.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×