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27.07.2011

08:42 Uhr

Stahlriese schlägt Erwartungen

Arcelor-Mittal sorgt für gute Laune

Arcelor-Mittal sorgt für gute Laune: Der weltgrößte Stahlkonzern hat im zweiten Quartal sehr gut verdient und die Erwartungen übertroffen. Aber der Ausblick ist eher mau.

Arcelor-Mittal schlägt die Erwartungen: Der weltgrößte Stahlbauer ist auf Kurs. Quelle: ap

Arcelor-Mittal schlägt die Erwartungen: Der weltgrößte Stahlbauer ist auf Kurs.

BrüsselArcelor-Mittal hat im vergangenen Quartal das beste Ergebnis seit der Finanz- und Wirtschaftskrise erzielt. Der Gewinn nach Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte auf 3,41 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Er lag damit über den Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit lediglich 3,25 Milliarden Dollar gerechnet hatten.

Für das laufende Quartal sagte Arcelor-Mittal eine saisonale Abschwächung voraus. Diese werde aber nicht so ausgeprägt sein wie in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres. Das Ebitda werde im dritten Jahresviertel auf 2,4 bis 2,8 Milliarden Dollar zurückgehen. Branchenexperten gehen bislang von 2,65 Milliarden Dollar aus.

Derweil ist der weltweit viertgrößte Stahlhersteller Nippon Steel trotz der Folgen des verheerenden Erdbebens in Japan und der starken Landeswährung zuversichtlich für das laufende Geschäftsjahr. Wegen der anhaltenden Erholung der Weltwirtschaft werde im Jahr bis Ende März 2012 mit einem Gewinn aus dem fortlaufenden Geschäft in Höhe von 230 Milliarden Yen (rund zwei Milliarden Euro) gerechnet, teilte der japanische Konzern am Mittwoch mit. Damit würde das Nettoergebnis über dem des Vorjahres liegen. Analysten kalkulieren bislang mit einem Gewinn von umgerechnet 1,75 Milliarden Euro. Kurz nach dem Beben und dem Tsunami im März hatte Nippon Steel wegen der ungewissen Erholung noch auf einen Jahresausblick verzichtet.

Im abgelaufenen ersten Quartal belasteten die Folgen der Naturkatastrophe das Geschäft noch deutlich. Der Vorsteuergewinn aus dem fortlaufenden Geschäft gab wegen der schwachen Auslieferungen um knapp acht Prozent auf 504 Millionen Euro nach. Auch die hohen Rohstoffkosten machten sich negativ bemerkbar. Die Aktie schloss in Tokio mit einem Plus von 1,1 Prozent.

Von

rtr

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