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15.10.2013

12:47 Uhr

Standort Schweinfurt

Schaeffler streicht 500 Stellen

500 Angestellte des Autozulieferers Schaeffler müssen um ihren Arbeitsplatz fürchten. Insgesamt arbeiten bei Schaeffler in Schweinfurt rund 6000 Menschen. Die Firma will den Betroffenen entgegenkommen.

Der Firmensitz in Herzogenaurach ist von den Sparabsichten wohl nicht betroffen. dpa

Der Firmensitz in Herzogenaurach ist von den Sparabsichten wohl nicht betroffen.

HamburgDer Autozulieferer Schaeffler baut in Schweinfurt 500 Stellen ab. Im Zuge der Verlagerung der Radlagerproduktion ins billigere Ausland schrumpft die Belegschaft in dem Bereich bis Ende 2016 auf 350 Mitarbeiter, wie ein Sprecher am Dienstag erläuterte. Da Schaeffler 85 neue Arbeitsplätze schaffen wolle, seien in der Automotive-Sparte dort unter dem Strich rund 430 Arbeitsplätze gesichert. Insgesamt arbeiten bei Schaeffler in Schweinfurt rund 6000 Menschen in verschiedenen Geschäftsfeldern.

Die Radlagerproduktion soll binnen drei Jahren nach Kysuce in der Slowakei verlagert worden, wo Schaeffler bereits einen Standort hat. Hintergrund sei der hohe Wettbewerbsdruck in diesem Segment, der eine wirtschaftliche Fertigung in Deutschland nicht mehr zulasse, begründete das fränkische Familienunternehmen den Schritt. Um den Personalabbau möglichst sozialverträglich zu gestalten, soll den betroffenen Mitarbeitern ein früherer Renteneintritt, Abfindungen oder die Versetzung in andere Unternehmensbereiche schmackhaft gemacht werden.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

Schaeffler stellt unter anderem Komponenten für Motoren und Getriebe sowie Wälz- und Gleitlager für die Schwerindustrie oder für Schienenfahrzeuge her. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 76.000 Menschen, in Deutschland sind es 29.000.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

15.10.2013, 14:44 Uhr

Dass Konzerne in unserem Land ihre Profitgier immer mir auf den Schultern der Menschen austragen, finde ich abschreckend und ein schlechtes moralisches Vorbild.
Ich finde, lieber sollten 500 Personen ihre Familien ernähren können, als dass ein Konzern am Jahresende ein paar Millionen zu seinen Milliarden Euros dazu gewinnt. Spätestens ein Nächster Manager macht den Gewinn wahrscheinlich doch wieder zur Nichte.

Account gelöscht!

15.10.2013, 15:40 Uhr

Nachbrenner:

Man muss dem Unternehmen allerdings zugute halten, dass es offensichtlich versucht, einen Teil der Stellen sozialverträglich abzubauen.

Paul_Strohnach

15.10.2013, 17:25 Uhr

Der unfähige Schaeffler Junior wird den Betrieb vor die Wand fahren.
Das ist ein technikfremder Dilettant.

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