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18.05.2012

13:06 Uhr

Standortsuche

BMW prüft Brasilien, Mexiko und Osteuropa

VonMarkus Fasse, Stefan Menzel

Die BMW-Werke platzen aus allen Nähten. Dringend muss der Autobauer Standorte für neue Fertigungen finden. Auch osteuropäische Länder gelten als Kandidaten. Doch ihre Chancen sinken - Schwellenländer sind attraktiver.

BMW sucht im Ausland nach neuen Fertigungsstätten. Brasilien, Mexiko und Osteuropa sind derzeit im Gespräch. Reuters

BMW sucht im Ausland nach neuen Fertigungsstätten. Brasilien, Mexiko und Osteuropa sind derzeit im Gespräch.

München/WienDer BMW-Konzern fahndet fieberhaft nach neuen Standorten für künftige Autofabriken. Neben Brasilien prüft der Vorstand den Bau neuer Produktionswerke in Mexiko und Osteuropa, wie aus Konzernkreisen verlautete. Eine Entscheidung über die dringend benötigten Kapazitätserweiterungen könnte in diesem Herbst fallen.

Vorstandschef Norbert Reithofer braucht die neuen Fabriken, um seine mittelfristigen Ziele zu erreichen. Der jährliche Absatz soll bis zum Jahr 2016 von zuletzt 1,67 Millionen Autos auf zwei Millionen aufgestockt werden. „Wir sind vorne und wollen es bleiben“, sagte Reithofer auf der Hauptversammlung in München am Mittwoch. Die Standortentscheidungen würden mit Sorgfalt und Augenmaß getroffen. Eine Ausweitung der Produktion „um jeden Preis“ werde es nicht geben.

Seine Zurückhaltung ist berechtigt: Seit Monaten feilschen BMW-Manager mit der brasilianischen Regierung um den Bau eines Werkes. Streitpunkt seien laufend neue Forderungen der Brasilianer, heißt es bei BMW.

Reithofer steht aber unter Zugzwang. Denn um Zölle und Steuern beim Import von Autos zu vermeiden, müssen die Münchener in den Schwellenländern produzieren. Zum anderen wachsen die Zwänge im eigenen Netzwerk: Die Kleinwagenmarke Mini und die geplante neue BMW-Kompaktreihe mit Frontantrieb brauchen neue Kapazitäten.

Das Mini-Werk in Oxford soll aber nicht mehr erweitert werden. Zudem platzt das BMW-Hauptwerk Dingolfing aus allen Nähten. Die dort produzierten Modelle der 5er, 6er und 7er-Reihe finden vor allem bei Chinesen und Amerikanern reißenden Absatz. Die Devise ist klar: „Die Produktion folgt den Märkten“.

Für die Kleinwagenproduktion bietet sich Osteuropa an: Konkurrent Audi produziert bereits seit Jahren in Ungarn, Daimler nimmt dort ebenfalls ein Werk in Betrieb. Schon einmal, vor elf Jahren, hatte BMW mit einer Fabrik in der Slowakei geliebäugelt, sich dann aber für den Standort Leipzig entschieden. Jetzt hat sich der Konzern erneut in Osteuropa nach möglichen Standorten umgeschaut.

Kommentare (3)

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Lotfi

18.05.2012, 14:42 Uhr

Marokko bietet viel günstigere Bedingungen,wie es renault gemacht hat,land umsonst,300H neben den grössten tanger-Med hafen,zug-abindung,5jahre free tax,präsenz des zulieferer in fülle,ausbildung vom Staat übernommen etc...besser geht´s nicht,also liebe BMWler,ab nach MAROKKO

SteuerKlasseEins

18.05.2012, 16:04 Uhr

Warum neue Werke nicht hier im "Standort Deutschland" bauen?

Die politisch korrekten Vorstände üben doch sonst keine Kritik an der

- systematischen Energieverteuerung (euphemistisch "Energiewende" genannt)

- staatlichen Ausbeutung der Arbeiter (75% Steuerlast wenn alles inkl. Arbeitgeberanteil uns Zwangs-Sozialabgaben und Zwangs-Krankenkassenmitgliedschaft zusammengerechnet wird)

- Öko-Umwelt-Energie Vorschriften die alles blockieren, was modern und menschengemacht ist (z.B. Fahrradfahrer dürfen alles, zahlen weder Steuern noch Strafen oder Versicherungen, Autofahrer werden finanziell ruiniert und schikaniert bis sie endlich ihr Auto aufgeben)

Sollen sie also doch ihrer "politischen Korrektheit" Taten, sprich Milliarden Euro folgen lassen, und in Deutschland investieren. Oder sie werfen endlich die politische Korrektheit weg und reden mal Tacheles darüber, welchen absoluten Sozial-Öko-Irrsinn unsere Politker betreiben.

Juergen

20.05.2012, 05:25 Uhr

Ab nach Rumänien / Sibiu (Hermannstadt) .(...)Continental , Siemens , Brandl , Marquardt, Gühring , Takata-Petri usw ,sind dort schon längst angesiedelt.
+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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