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19.11.2013

09:21 Uhr

Starke Marken

Autoverkäufe legen erneut zu

Erfolgreiche Zeiten für die Automobilhersteller: Zum zweiten Monat in Folge haben sie in der EU mehr Autos verkauft. Besonders der deutsche Autokonzern Volkswagen profitiert vom langsam erkennbaren Aufschwung.

Diese Marken gehören zur Volkswagen AG (im Uhrzeigersinn): Bugatti, Volkswagen, Bentley, Scania, Skoda, Lamborghini, Seat und Audi. dpa

Diese Marken gehören zur Volkswagen AG (im Uhrzeigersinn): Bugatti, Volkswagen, Bentley, Scania, Skoda, Lamborghini, Seat und Audi.

Frankfurt/BrüsselErstmals seit zwei Jahren haben die Autoverkäufe in Europa zwei Monate in Folge zugelegt. . Insgesamt wurden in dem Monat in den 27 EU-Ländern 1,005 Millionen Pkws neu zugelassen, ein Plus von 4,7 Prozent, wie der europäische Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte. Insgesamt verkauften die Hersteller im vergangenen Monat etwas mehr als eine Million Autos in der Europäischen Union.

Profitieren konnten vor allem die großen Hersteller, darunter Europas größter Autokonzern Volkswagen und der französische Hersteller Renault. Der Opel-Mutterkonzern General Motors verkaufte den Angaben zufolge 6,5 Prozent mehr Autos, Ford 0,8 Prozent mehr. PSA Peugeot Citroën aus Frankreich und Fiat aus Italien dagegen verkauften im Oktober weniger Autos als im Vorjahresmonat.

Italien war vergangenen Monat auch das einzige Land, in dem die Neuzulassungen zurückgingen, und zwar um 5,6 Prozent im Vergleich zum Oktober 2012. In allen anderen Ländern der EU stiegen die Verkäufe laut ACEA.

Die Verkäufe in den ersten zehn Monaten des Jahres liegen weiterhin unter denen des Vorjahreszeitraums, wie der Herstellerverband betonte. Neu zugelassen wurden demnach etwas mehr als zehn Millionen Autos und damit 3,1 Prozent weniger als in den ersten zehn Monaten des Jahres 2012.

Die zehn größten Autohersteller Europas

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,35 Millionen (-2,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,43 Millionen (- 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,56 Millionen (+5,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,62 Millionen (- 8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,64 Millionen (+ 0,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,75 Millionen (-4,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,8 Millionen (- 5,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 0,89 Millionen (+1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,11 Millionen (-10,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,49 Millionen (-2,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Der Volkswagen-Konzern hat seine Vormachtstellung auf dem europäischen Automarkt im Oktober ausgebaut. Der Marktanteil des Wolfsburger Autobauers mit Marken wie Volkswagen, Audi, Skoda und Porsche stieg auf 25,7 Prozent von 25,4 Prozent vor einem Jahr. VW verkaufte 258.067 Autos. Große Sprünge beim Marktanteil machten auch Renault und Toyota: Die Franzosen verkauften knapp 15 Prozent mehr Wagen und steigerten den Anteil auf 9,7 Prozent, die Japaner setzten sogar 17 Prozent mehr Autos ab und erhöhten ihren Marktanteil auf 4,6 Prozent.

Während Daimler mit einem Verkaufsplus von 7,2 Prozent seinen Marktanteil auf 5,5 Prozent leicht nach oben schraubte, sah der Münchner Erzrivale BMW trotz eines Absatzwachstums von 0,4 Prozent seinen Anteil auf 6,1 Prozent sinken.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

19.11.2013, 11:01 Uhr

Wenn man sich die dem Artikel zu Grunde liegende KB-Zulassungsstatistik anschaut, dann sagt diese auch, dass über 60 % gewerbliche Zulassungen sind. Bei genauer Betrachtung einzelner Modellreihen und Klassen ist abzulesen, dass Dienstwagen (u.a. obere Mittelklasse und Oberklasse einschl. teurer SUV´s) erneuert bzw. neu angeschafft wurden. Währenddessen in den unteren Modellreihen offensichtlich auch viele Fahrzeuge neu auf Händler, Miet- und Leasinggesellschaften zugelassen wurden. Eine deutlich positive Trendwende in der direkten Zulassung auf Privatkäufer ist nicht erkennbar.

Realist1

19.11.2013, 13:04 Uhr

Irgendwie haben die alle einen "auf der Klatsche". Vor wenigen Wochen jammern wir über Rückgange; jetzt leiten wir einen Aufschwung ab. Was soll man denn noch glauben!?

Account gelöscht!

19.11.2013, 14:09 Uhr

verkauft oder verleast? ... für € 99,- im Monat.
Das eine ist für mich nicht das andere.

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