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11.05.2013

13:27 Uhr

Starker Yen

Deutsche Maschinenbauer bekommen Konkurrenz aus Japan

Der schwache Yen macht dem deutschen Maschinenbau zu schaffen. Weil Japans Notenbank immer mehr Geld in den Markt pumpt, spürt die Branche „verschärfte Konkurrenz“. Trotzdem bleiben die Maschinenbauer optimistisch.

Die deutschen Maschinenbauer bekommen Druck aus Japan – wegen des starken Yen. dpa

Die deutschen Maschinenbauer bekommen Druck aus Japan – wegen des starken Yen.

FrankfurtDen deutschen Maschinenbauern setzt nach Einschätzung ihres Branchenverbandes die Konkurrenz aus Japan immer stärker zu. „Wir hatten jahrelang gegenüber den Japanern aufgrund des starken Yen Vorteile, die wir jetzt nach und nach verlieren“, sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“ laut Vorabbericht. Die japanische Notenbank will in weniger als zwei Jahren 1,4 Billionen Dollar in den Wirtschaftskreislauf pumpen und mittels schwachem Yen der exportorientierten drittgrößten Volkswirtschaft der Welt neuen Schwung verleihen. „Natürlich spüren wir jetzt verschärfte Konkurrenz“, sagte Wortmann. „Doch die deutschen Unternehmen sind hoch spezialisiert und können sich insgesamt abgrenzen“, merkte er an.

Für das Gesamtjahr hält der VDMA-Experte trotz der Rückgänge beim Auftragseingang im ersten Quartal an der Jahresprognose fest. „Wir rechnen für 2013 nach wie vor mit einem Anstieg der Produktion von zwei Prozent“, sagte Wortmann. Da die Aufträge im ersten Quartal noch nicht angezogen hätten, brauche man ab dem zweiten Quartal Orderzuwächse. „Dann kann die Produktion im zweiten Halbjahr entsprechend zulegen.“ Impulse kämen insbesondere aus den USA: „Die Amerikaner haben erkannt, wie wichtig eine starke Industrie ist. Wir rechnen daher auch für 2013 mit einem zweistelligen Exportplus in die Vereinigten Staaten. China wird jedoch auf dem 1. Platz der Abnehmer bleiben.“

Die Unsicherheit in Teilen der Wirtschaft macht den deutschen Maschinenbauern derzeit zu schaffen. So musste die Branche, zu der neben zahlreichen Mittelständlern auch börsennotierte Konzerne wie ThyssenKrupp, Gea oder Gildemeister gehören, im März gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückgang bei den Bestellungen von vier Prozent verkraften. Auch in dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich von Januar bis März fielen die Bestellungen zwei Prozent niedriger aus als im Auftaktquartal 2012.

Von

rtr

Kommentare (4)

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MIB

11.05.2013, 13:41 Uhr

Warum heißt die Überschrift in gelber Farbe "starker Yen", wenn im Text von der exportfördernden Wirkung des schwachen Yens die Rede ist? Bitte konsistent in "schwacher Yen" umwandeln.

Werner

11.05.2013, 14:44 Uhr

Sie sollten die Praktikanten beim Handelsblättchen nicht mit Hinweisen überfordern, die zumindest einfachste Grundkenntnisse wirtschaftlicher Zusammenhänge erfordern. Wirtschaftliche Grundkenntnisse gehören beim Handelsblättchen nicht zu den Einstellungsvoraussetzungen, wie sie an der "Qualität" der Artikelchen leicht erkennen.

OLDENDORP

11.05.2013, 14:59 Uhr

Q MIB
......
einfache erklärung..
..
starker yen....ist positiv für deutsche exporte
schwacher yen..dto.........für japanische exporte
..
deshalb steigen die jap. börsenindices auch auf neue
höchststände, ohne das wir in euro entspr. davon pro-
fitieren.
..

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