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07.09.2011

13:55 Uhr

Statistik

Verarbeitendes Gewerbe weitet Produktion aus

Das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland hat seine Produktion im Juli stark ausgeweitet. Doch in der Gesamtschau gibt es auch Verlierer - zu ihnen zählt auch die Energiebranche. Unterdessen kündigt sich ein Abschwung an.

Chemiearbeiter in Burghausen: Zuletzt konnten deutsche Firmen stark zulegen. dpa

Chemiearbeiter in Burghausen: Zuletzt konnten deutsche Firmen stark zulegen.

BerlinDas Verarbeitende Gewerbe in Deutschland hat seine Produktion im Juli stark ausgeweitet. Die Gesamtproduktion sei im Monatsvergleich um 4,0 Prozent geklettert, teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Volkswirte hatten mit einem viel geringeren Anstieg von nur 0,5 Prozent gerechnet. Zudem wurde der Produktionsrückgang im Vormonat mit 1,0 Prozent etwas weniger stark als bislang ausgewiesen. Im Jahresvergleich stieg die Produktion ebenfalls kräftig um 10,1 Prozent - nach plus 6,6 Prozent im Vormonat.

Der Industriezweig bleibe auf Wachstumskurs, kommentierte das Ministerium die Zahlen. Allerdings sei der starke Zuwachs durch die späte Lage der Sommerferien überzeichnet. Trotz des jüngsten Rückgangs der Auftragseingänge und zuletzt erhöhter Risiken zeige die Tendenz nach oben. Am Dienstag hatte das Ministerium einen spürbaren Rückgang der Auftragseingänge um 2,8 Prozent gemeldet. Die Industrieproduktion stieg im Juli den Daten zufolge um 4,5 Prozent.

Auch in der Gesamtschau konnten die deutschen Unternehmen ihre Produktion überraschend kräftig ankurbeln. Während das Baugewerbe um 3,2 Prozent zulegte, verminderte der Energiesektor seinen Ausstoß um 1,0 Prozent. Die Produktion von Konsumgütern nahm um 2,5 Prozent zu.

Die Hersteller von Vorleistungsgütern wie Chemikalien kamen auf ein Plus von 2,3 Prozent. Im Sog der schwächelnden Weltwirtschaft sind der deutschen Industrie zuletzt aber die Aufträge weggebrochen: Die Bestellungen gingen im Juli um 2,8 Prozent zurück. Dabei fielen die Exportaufträge mit 7,4 Prozent so stark wie seit rund zweieinhalb Jahren nicht mehr. Trotz gestiegener Risiken hält das Ministerium die Aussichten für die Produktion für positiv.

Von

dpa

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