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08.08.2013

02:33 Uhr

Steigende Nachfrage

Tesla fährt die Elektroauto-Produktion hoch

Tesla baut dank stetiger Nachfrage mehr Elektroautos. Der Verkaufsbeginn in Europa sorgte für zusätzliche Stückzahlen. Trotzdem rutschte der Gewinn des Unternehmens im zweiten Quartal ab.

Tesla hat die Produktion seines Model S hochgefahren. Reuters

Tesla hat die Produktion seines Model S hochgefahren.

Palo AltoDie Nachfrage nach den schnittigen Elektrolimousinen von Tesla reißt nicht ab. Der kalifornische Hersteller hat die Produktion seines Model S im Laufe des zweiten Quartals von 400 auf annähernd 500 Stück die Woche hochgefahren. Hintergrund ist der Verkaufsbeginn in Europa. In dieser Woche seien die ersten Wagen ausgeliefert worden, erklärte Firmenchef Elon Musk am Mittwoch in einem Brief an die Aktionäre. Auch in Deutschland wird das Elektroauto ab 72.000 Euro angeboten .

Hauptmarkt sind die USA, vor allem Kalifornien. Im zweiten Quartal lieferte Tesla insgesamt 5.150 Wagen aus, im Gesamtjahr sollen es 21.000 werden. Damit verkauft sich das Model S trotz des Preises einer Mercedes S-Klasse genauso gut wie halb so teure Elektrowagen vom Schlage eines Chevrolet Volt oder Nissan Leaf. Firmenchef Musk hält bei einem ähnlichen Erfolg in Europa und Asien sogar mehr als 40.000 Verkäufe pro Jahr bis Ende 2014 für möglich.

Angesichts hoher Vertriebskosten rutschte Tesla im zweiten Quartal allerdings in die Verlustzone zurück und verlor unterm Strich annähernd 31 Millionen Dollar (23 Mio Euro). Im ersten Quartal war dem Spezialisten der erste Gewinn in der zehnjährigen Firmengeschichte geglückt. Die Aussichten auf gute Geschäfte in der Zukunft ließen die Aktie jedoch nachbörslich um 14 Prozent steigen. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert des Papiers vervierfacht. Daimler hält einen Anteil an Tesla.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

08.08.2013, 06:39 Uhr

Lieber @SANTOS, "Elektromobilität" ist tatsächlich "Nicht-Mobilität", und es ist ein rein politischer und politisch getriebener Hype.

So ein Auto können sich gewisse Öko-bewegte Superreiche als Drittwagen vor ihre Villa stellen, um damit vor Freunden zu protzen und der jeweiligen Fan-Presse "Rettet-die-Welt"-Interviews zu geben. Die Begeisterung für Tesla und andere Gefährte dürfte spätestens dann zerplatzen, wenn man zum ersten mal mit leeren Akkus in den Rocky Mountains oder auch in den Alpen liegen geblieben ist und dann den Abschlepper kommen lassen mußte, weil eben der Fünfliterkanister vom ADAC hier nicht hilft.

M-Knaack

08.08.2013, 09:09 Uhr

Lieber klaus ermecke: Ich fürchte, ich werde Sie in 5 Jahren nicht mit ihrer eigenen Äußerung konfrontieren können, um Sie daran zu erinnern, wie falsch Sie lagen. Ihre Aussage richtig zu stellen würde diesen Rahmen sprengen, da ich gerne Argumente verwende, statt hohle Phrasen. Ich sage nur so viel: Bevor Sie Stammtischparolen nachbeten, informieren Sie sich bitte über Tesla.
Eines sei dann doch gesagt: Das amerikanische Äquivalent zum ADAC führt bereits Fahrzeuge mit mobiler Ladestation.

Joerg_Duerre

08.08.2013, 11:59 Uhr

Die Kilowattstunde Lithiumbatterie gibt es beim Internethändler bereits für 200 Euro, Tendenz weiter fallend.

Wenn hier etwas "gehypt" wird, dann ist das Mineralöl und Gas. Das Thema Flüssigbrennstoffe ist quasi durch auch wenn es derzeit nur wenige verstanden haben.

Die 0,2% Elektroautos in den Neuzulassungen sind nur der Anfang. 0,2% Autos, die nie wieder Benzin tanken werden, weder aus Rußland noch aus Saudi-Arabien.

Ich frage mich manchmal, ob diese fossilen Kommentare mit einer elektrischen Schreibmaschine vor einem monochromen Röhrenbildschirm geschrieben werden.

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