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23.08.2012

16:29 Uhr

Steigende Strompreise

Industrie wettert gegen EEG-Umlage

Im Streit um steigende Strompreise fordert die energieintensive Industrie jetzt eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Sie wollen, dass auch ihr selbst produzierter Strom von der Umlage berücksichtigt wird.

Die energieintensive Industrie will sich im Streit um steigende Strompreise nicht den schwarzen Peter zuschieben lassen. dpa

Die energieintensive Industrie will sich im Streit um steigende Strompreise nicht den schwarzen Peter zuschieben lassen.

BerlinDie energieintensiven Industrien wollen sich in der Debatte über steigende Strompreise nicht den Schwarzen Peter zuschieben lassen. "Steigende Preise für Privatkunden gehen nicht auf die Entlastung für die energieintensiven Industrien, sondern auf unkontrolliertes Wachstum der erneuerbaren Energien, vor allem der Photovoltaik, zurück", sagte der Sprecher der Energieintensiven Industrien Deutschland (EID), Martin Kneer, am Donnerstag in Berlin. Er forderte eine grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).

Die Debatte über Kosten der Energiewende konzentriere sich zu Unrecht zunehmend auf große industrielle von der EEG-Umlage entlastete Stromverbraucher. "Wir wollen nicht den Schwarzen Peter zugeschoben bekommen", sagte Kneer, der auch Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Metalle ist. Zum EID haben sich sechs Branchen zusammengeschlossen, die zusammen 875.000 Beschäftigte zählen.

Der Zusammenschluss hat errechnet, dass von der Umlage zur Finanzierung der erneuerbaren Energien in Höhe von 3,6 Cent pro Kilowattstunde rund 0,6 Cent auf Entlastungen der Industrie entfallen. Weil große industrielle Stromverbraucher über eine Härtefallregelung von der Umlage befreit sind, fällt sie für private Haushalte und kleine und mittlere Unternehmen danach um 0,6 Cent pro Kilowattstunde höher aus. Ein durchschnittlicher Haushalt zahle derzeit pro Jahr 20 Euro für Entlastung der energieintensiven Industrie, sagte Kneer.

Kommentare (2)

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vandale

23.08.2012, 17:05 Uhr

Wenn man den Strom aufgrund (öko)religiöser Dogmen wie im Mittelalter mittels Windmühlen, Verbrennung von Lebensmitteln herzustellen gedenkt ist das natürlich nicht umsonst.

Die EEG Umlage berücksichtigt nur einen Teil der Kosten "Erneuerbarer Energien". Die Kosten des Netzausbaus, die Kosten der in Bereitschaft gehaltenen Kraftwerke geht dort nicht ein.

Die EEG Umlage ist ein reiner Nettopreis ohne Steuern und Mehrwertsteuer, ohne Overheads und ohne Marge.

Die Gesamtkosten ökoreligiöser Energie betragen für den Verbraucher ca. 10c/kWh.

Meines Erachtens sollte man all diejenigen Industriebetriebe die die "Energiewende" propagieren, Siemens und Co. auch mit der EEG Umlage belasten.

Vandale
Vandale

Account gelöscht!

23.08.2012, 21:49 Uhr

Wieso muss jedes blöde Solarmodul auf privaten Dächern gefördert werden? Warum zahlt man für Flächen auf den Windräder stehen jedes Jahr ein Heidengeld an Pacht, in einer Höhe, die ein Landbesitzer normalweise nicht in 10 Jahren bekommen würde.

Hat eigentlich jemals jemand nachgefragt, wie lange ein Solarmodul hält und was die Entsorgung kostet oder was zur Herstellung alles notwendig ist?

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