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12.04.2006

17:58 Uhr

Steigender Lagerbestand

Warten auf die Fußballfans

VonAxel Postinett

Die Verbraucher wird es freuen, die Hersteller sehen es mit Grausen. Der Preisverfall bei Flüssigkristall-Bildschirmen hält trotz steigender Nachfrage an. Grund ist ein beinharter Wettbewerb der Anbieter, die in immer kürzeren Abständen in neue Fertigungsanlagen investieren.

DÜSSELDORF. Diese sind speziell für die Herstellung großer TV-Bildschirme ausgelegt. Jetzt müssen sich aber noch die hohen Erwartungen an die TV-Verkäufe vor der Fußball-WM erfüllen, um die Produktionskapazitäten auszulasten.

Ein Ende der Bauwut ist nicht abzusehen: Der koreanische Weltmarktführer Samsung und der japanische Sony-Konzern haben erst am Montag bekannt gegeben, zusammen das größte LCD-Werk der Welt für rund zwei Mrd. Dollar zu bauen. Wer da nicht mithalten kann, wird schlicht übernommen, wie vergangenen Freitag die in die roten Zahlen gerutschte taiwanesische Quanta Display durch den Konkurrenten AU Optronics.

Als erster der großen Hersteller hat gestern die Nummer zwei, LG Philips LCD, Quartalszahlen vorgelegt. „Der Start unserer Fabrik der siebten Generation im Januar hat die Kostenbasis so verbessert, dass unser Ergebnis besser als erwartet ausgefallen ist“, sagt Ron Wirahadiraksa, Finanzvorstand von LG Philips LCD.

Ein Werk der „siebten Generation“, „P7“ genannt, stellt deutlich größere Glasplatten mit Kristallfüllung her als ältere Fabriken. Nur so lasen sich angesichts fallender Preise große TV-Geräte noch kostengünstig herstellen. Hier wächst derzeit die Nachfrage, anders als im gesättigten Geschäft mit Handy- oder Laptop-Displays (Werke bis etwa fünfte Generation). LG Philips LCD jedenfalls half das Werk, nach einem Nettoverlust von 79 Mrd. koreanischen Won im Vorjahresquartal nun einen Nettogewinn von 48 Mrd. Won (rund 42 Mill. Euro) auszuweisen.

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