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09.08.2012

14:22 Uhr

Steigender Umsatz

Kranhersteller Palfinger setzt auf China

Der Kranhersteller hat im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von zwölf Prozent erzielt. Rund ein Drittel seiner Einnahmen hat Palfinger dabei außerhalb Europas eingefahren. Jetzt drängen die Österreicher nach China.

Kranhersteller Palfinger will weiter expandieren. dapd

Kranhersteller Palfinger will weiter expandieren.

WienDer Kranhersteller Palfinger setzt zum Ausgleich der Nachfrageschwäche im europäischen Markt auf Wachstum in Amerika und Russland. Für das Gesamtjahr geht das Salzburger Unternehmen daher weiter von einem leichten Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr aus, wie Firmenchef Herbert Ortner am Donnerstag sagte. „Wenn im zweiten Halbjahr nichts Dramatisches passiert, sind wir sehr zuversichtlich, dass wir leicht wachsen. Ob es drei oder sechs oder sieben Prozent sein werden, weiß ich nicht.“ Palfinger fertig Ladekräne für LkWs, Schiffe oder Züge.

Im ersten Halbjahr legte der Umsatz um gut zwölf Prozent auf 465 Millionen Euro zu, während der operative Gewinn (Ebit) um gut drei Prozent auf 37 Millionen Euro wuchs. Damit übertrifft die Firma erstmals nach einem herben Einbruch 2009 das Umsatzniveau vor der Krise. Das Ergebnis liegt allerdings noch deutlich unter den knapp 62 Millionen Euro aus dem ersten Halbjahr 2008.

Hintergrund ist die starke Expansion außerhalb Europas, wo Palfinger mittlerweile rund ein Drittel des Umsatzes erwirtschaftet. Dort seien die Renditen nicht so hoch wie in Europa, sagte Ortner.

Einen zusätzlichen Wachstumsschub soll dem Unternehmen der Start eines Gemeinschaftsunternehmens in China mit dem dortigen Bauriesen Sany Heavy Industries bringen. Der Markt für Knickarm- und Teleskopkrane werde dort bis 2017 auf 30.000 von 7000 Stück im Jahr 2010 steigen, prognostiziert die österreichische Firma, die in China einen Marktanteil von 30 Prozent anstrebt. Damit werde China in fünf Jahren der mit Abstand größte Einzelmarkt für das Unternehmen sein, sagte Ortner. Vor dem Start müsse Palfinger aber noch eine Geschäftslizenz aus China erhalten, die Ortner bis zum Jahresende erwartet. Darüber hinaus plant Palfinger in den kommenden Monaten weitere Zukäufe außerhalb Europas oder bei Schiffskranen.

In Europa sind die Aussichten weniger rosig. „Wenn die Stimmung weiter so bleibt oder sich leicht verschärft, sehen wir hier ein Risikopotenzial von minus 10 bis minus 15 Prozent. Das würde uns ein bisschen wehtun, aber nicht in die Situation von 2008 bringen“, sagte Ortner.

Von

rtr

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