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29.09.2012

08:43 Uhr

Steigender Umsatz

US-Firmen suchen Fachkräfte in Deutschland

VonUlf Sommer

US-Konzerne machen in Deutschland immer mehr Umsatz. Ford und McDonald's etwa verbuchten im abgelaufenen Geschäftsjahr Rekordergebnisse. Damit der Trend weiter geht, brauchen die Firmen vor allem eins: Fachkräfte.

Die Produktion des Ford Fiestas in Köln. Der US-Autohersteller ist der umsatzstärkste amerikanische Konzern in Deutschland. dpa

Die Produktion des Ford Fiestas in Köln. Der US-Autohersteller ist der umsatzstärkste amerikanische Konzern in Deutschland.

FrankfurtAmerikas Unternehmen schätzen Deutschland als Garant der Stabilität in der Schuldenkrise. Das belegen auch jetzt die steigenden Umsätze und Mitarbeiterzahlen der führenden US-Konzerne wie Ford, McDonald's und Co. in Deutschland. Sie setzten im abgelaufenen Geschäftsjahr hierzulande so viel um wie noch nie.

Doch mindestens genauso sehr schätzen Amerikas Firmen Deutschland als attraktiven High-Tech-Standort. 84 Prozent der von der amerikanischen Handelskammer in Deutschland (Amcham) befragten US-Unternehmen gaben als entscheidendes Plus die vielen gut ausgebildeten Arbeitskräfte in Deutschland an.

„Amerikas Forschung und Experimentierfreudigkeit paaren sich hervorragend mit konsequenter Ausbildung und hoher Qualifizierung“, sagte Otmar Debald, Amcham-Vizepräsident und zugleich Finanzvorstand des Konsumgüterherstellers Procter & Gamble, gestern in Frankfurt bei der Vorstellung einer entsprechenden Studie.

Die hohe Qualität der Ausbildung ist den Unternehmen noch wichtiger als die zentrale Lage Deutschlands in Europa. Sie hat nur für gut die Hälfte der US-Konzerne eine hohe Bedeutung. Und selbst der Abbau bürokratischer Hürden – in den Vorjahren stets auf Platz eins auf der Wunschliste – hat nicht mehr den großen Stellenwert.

Der Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitskräften ist aber so hoch, dass er gar nicht immer gedeckt werden kann. „Der Fachkräftemangel ist zunehmend eine Wachstumsbremse“, sagte Debald. Im Namen seiner 3000 Mitgliedsfirmen, die 800.000 Menschen in Deutschland beschäftigen, forderte er die Bundesregierung auf, sich noch mehr für eine Zuwanderung von Fachkräften zu öffnen.

Ob General Electric, Exxon Mobil oder IBM – die Unternehmen suchen händeringend Ingenieure, IT-Spezialisten, Physiker und Mathematiker. Das belegen nach Handelsblatt-Recherchen die vielen Stellenausschreibungen der Firmen in Deutschland.

Allein GE Deutschland sucht aktuell 226 Mitarbeiter, neben Technik-Experten auch Fachkräfte in den Bereichen Finanzen, Marketing und Risikomanagement. Der Computerhersteller Hewlett-Packard hat 69 Ausschreibungen, darunter Projektmanager und Softwarespezialisten. Mit der „Blauen Karte EU“ hat die Bundesregierung nach Einschätzung der Amcham die Weichen für eine gesteuerte Zuwanderung gestellt. Damit ist gemeint, dass in Deutschland Abschlüsse EU-weit anerkannt werden.

Kommentare (7)

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Der_Techniker

29.09.2012, 11:54 Uhr

Merkwürdiger Artikel,
z.B. Ford ist in Europa tief in den roten Zahlen und will Mitarbeiter reduzieren. Ein entsprechendes Abfindungsprogramm wird aufgelegt. Stand in diversen Tageszeitungen und wurde auch vom WDR berichtet.
Andere Autohersteller treten auch langsam auf die Bremse.
Fachkräftemangel gibt es in Deutschland nicht, händeringend wird in wohl niemand gesucht - vor allem nicht angesichts eines bevorstehenden Abschwungs, der ja ganz normal ist (der Höhepunkt der Rezession 2009 ist drei Jahre her).
Seinen Arbeitsplatz muß man sich erst erkämpfen und dann darum kämpfen, daß man ihn behält (auch und vor allem als Ingenieur).
Kann nur hoffen, daß das möglichst vielen Leuten klar ist und man alles glaubt was so publiziert wird. Realität ist anders.

Account gelöscht!

29.09.2012, 11:57 Uhr

Sie sollten erst einmal Deutsche Spielregeln annehmen und lernfähig sein!
Mit endlosen Meetings, mit unrealistischen Forcarsts, mit internem Mobbing, mit ausbeuterischen Methoden unentgeltlich Überstunden zu machen, gewinnt man keine Freunde!

RalphFischer

29.09.2012, 12:06 Uhr

Warum suchen die sich nicht ihre Fachkräfte in Spanien oder Griechenland ?

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