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02.01.2006

14:04 Uhr

Stellenstreichungen

Ford schießt übers Ziel hinaus

1350 Mitarbeiter haben das Angebot von Ford Deutschland angenommen, gegen die Zahlung einer Abfindung aus dem Unternehmen auszuscheiden. Das sind mehr Beschäftigte als Ford eigentlich loswerden wollte.

HB KÖLN. Ford Deutschland hatte im November angekündigt, bis zum Jahresende 1200 der 25 500 Stellen in Köln und Saarlouis abzubauen. „Wir haben unsere vorgegebene Zielgröße erreicht“, sagte Ford-Sprecher Erik Walner am Montag in Köln auf Anfrage. Dabei hätten 850 Beschäftigte aus der Produktion und 500 Angestellte die Programme zum freiwilligen Ausstieg unterschrieben. Die Mehrheit der ausscheidenden Beschäftigten komme aus Köln.

Ford Deutschland will durch den Stellenabbau langfristig Kosten senken. Zudem sollen in Kürze die Gespräche zur Standortsicherung weitergehen. Sie werden nach Ford-Angaben bis ins Frühjahr hinein dauern. Während dieser Zeit wird es laut Walner keine betriebsbedingten Kündigungen geben. „Was der jetzt erreichte Stellenabbau für die Zukunft der deutschen Standorte bedeutet, können wir heute noch nicht sagen“, sagte Walner.

Bei den Standortsicherungsgesprächen geht es um erforderliche Investitionen für die künftige Produktion. Bei den Gesprächen soll die Frage geklärt werden, wo die Folgeproduktion des Ford Fiesta ab 2008 angesiedelt wird.

Anfang Dezember hatte es noch Spekulationen gegeben, Ford könne die geplante Zahl bei den Stellenstreichungen verfehlen. Daraufhin war die Möglichkeit betriebsbedingter Kündigungen ins Gespräch gebracht worden. In den letzten Tagen des alten Jahres haben sich daraufhin wohl noch einige Mitarbeiter entschlossen, mit einer Abfindung zu gehen.

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