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22.11.2016

10:36 Uhr

Stephan Weil

Ministerpräsident befürchtet Verlust von 17.500 VW-Jobs

Ministerpräsident Stephan Weil befürchtet in den nächsten vier Jahren den Abbau von bis zu 17.500 Stellen bei Volkswagen in Niedersachsen. Die genaue Höhe hängt auch vom Aufbau neuer Arbeitsplätze ab.

Wirtschaftsexperte zu VW-Plänen

„Das Unternehmen als solches ist kein unproblematisches."

Wirtschaftsexperte zu VW-Plänen: „Das Unternehmen als solches ist kein unproblematisches."

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HannoverVom Stellenabbau beim VW-Konzern könnten in Niedersachsen laut Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in den kommenden vier Jahren bis zu 17.500 Arbeitsplätze betroffen sein. Die genaue Größenordnung sei auch davon abhängig, wie viele ältere Beschäftigte früher ausscheiden, sagte Weil bei einer Regierungserklärung am Dienstag im Landtag in Hannover. „Der Verlust von Industriearbeitsplätzen in einem so großen Ausmaß ist eine sehr bittere Pille, da gibt es nichts zu beschönigen“, sagte der SPD-Politiker.

Das Land stehe aber auch beim Aufbau neuer Arbeitsplätze im Vordergrund. Hierbei gehe es um bis zu 7500 neue oder umgewandelte Stellen, sagte Weil. Im Saldo werde der Abbau etwa 10.000 Stellen betragen. An den sechs niedersächsischen Standorten des VW-Konzerns sind derzeit laut Weil 105.000 Menschen beschäftigt.

In der vergangenen Woche hatte das Unternehmen einen zwischen Vorstand und Betriebsrat ausgehandelten sogenannten Zukunftspakt vorgestellt. Dieser sieht die Streichung von weltweit bis zu 30.000 Jobs vor, davon 23.000 in Deutschland.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Frank Cebulla

22.11.2016, 14:12 Uhr

Das Drama um VW und um die gesamte deutsche Autoindustrie wird auch durch die Aussagen der Politiker und Manager des VW-Konzern noch wesentlich höhere Abbauzahlen bringen. Diese Herren fahren durch ihre Aussagen damit D in die Rezzesion und dann bleibt kein Stein auf dem anderen.
Fakten sind dann:
- Der USA-Markt schottet sich ab. Audi z.B. in Mexiko neue Fabrik am falschen Platz, Autos werden dann verstärkt nach EU eingeführt.
- Neukunden kaufen nicht mehr, da E_Autos politisch gepusht werden, aber nicht
"Grün" sind und in der Kraftstromversorgung keine Zukunft liegen kann
(Netzausbau unbezahlbar, Verspargelung/Kollektierung ganz D?)
- E-Autos in der EU und Europa auf kein Ladesystem treffen.
- Die KW-Autos politisch verdammt werden, obwohl in ihrer grünen Bilanz sehr oft
nicht schlechter als E-Autos (Batterieentsorgungsprroblem ungelöst).
- Die allgemeine Einkommen in Deutschland stark abfallen, bis auf die
"Gewinnler der merkelschen Politik".
u.s.w.
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Herr Peter Müller

23.11.2016, 08:40 Uhr

Ich kenne viele VW-Ingenieure (vor allem am Standort WOLFSBURG), die sich jetzt schon ihre Hände reiben, weil sie die luxuriöse VW-Vorruhestandsregelung erwarten. Das wird für den Konzern extrem teurer und ist zudem kontraproduktiv, denn nur diese erfahrenen Spezialisten wissen, was in der Vergangenheit schief lief und müssen beim Aufbau verbesserter Strukturen unbedingt mit anpacken. Es scheint aber so, als möchte die Führung von VOLKSWAGEN den Weg des geringsten Widerstands gehen, auch weil Herr Osterloh extremen Druck ausüben kann. Mit einer betriebswirtschaftlich vorausschauenden Firmenstrategie hat das leider nichts mehr zu tun.

Herr Peter Müller

23.11.2016, 08:42 Uhr

Ich kenne viele VW-Ingenieure (vor allem am Standort WOLFSBURG), die sich jetzt schon ihre Hände reiben, weil sie die luxuriöse VW-Vorruhestandsregelung erwarten. Das wird für den Konzern extrem teurer und ist zudem kontraproduktiv, denn nur diese erfahrenen Spezialisten wissen, was in der Vergangenheit schief lief und müssen beim Aufbau verbesserter Strukturen unbedingt mit anpacken. Es scheint aber so, als möchte die Führung von VOLKSWAGEN den Weg des geringsten Widerstands gehen, auch weil Herr Osterloh extremen Druck ausüben kann. Mit einer betriebswirtschaftlich vorausschauenden Firmenstrategie hat das leider nichts mehr zu tun.

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