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21.01.2005

14:40 Uhr

Industrie

Stichwort: Stellenabbau bei Opel

Der angeschlagene Autobauer Opel steht vor einem massiven Sanierungsprogramm. Der amerikanische Mutter-Konzern General Motors will bei seiner deutschen Tochter jede dritte Stelle sozialverträglich abbauen.

HB RÜSSELSHEIM. Etwa 9500 der 32 000 Mitarbeiter sollen ihren Arbeitsplatz verlieren. Davon sollen 3000 Mitarbeiter ab Jahrgang 1946 und älter in Altersteilzeit gehen. Die restlichen 6500 Arbeitnehmer sollen sich nach den Plänen freiwillig melden und in Beschäftigungsgesellschaften wechseln.

Bevor Opel nicht benötigte Mitarbeiter an die Transfergesellschaft abgibt, erhalten diese eine Abfindung. Sie richtet sich nach Monatsentgelt und Betriebszugehörigkeit und kann bis zu 250 000 € betragen. Die Transfergesellschaft beschäftigt die ehemaligen Opelaner für längstens ein Jahr. Die Arbeitnehmer erhalten dort Kurzarbeitergeld, also etwa 63 % des bisherigen Nettoentgelts. Ziel der Transfergesellschaft ist es, den Arbeitnehmer in ein neues Arbeitsverhältnis zu vermitteln und ihn zuvor zu qualifizieren.

Stichtag für die Abfindungen war zunächst der 31. Januar 2005. Diese Frist wurde nun auf Ende Februar verlängert. Das Datum Ende Januar ist besonders für ältere Beschäftigte sehr wichtig. Sollten diese nach dem Jahr in der Auffanggesellschaft keine neue Stelle gefunden haben und arbeitslos werden, erhalten sie bei einem Wechsel bis Ende Januar 2006 noch zwei Jahre Arbeitslosengeld. Bei einem späteren Wechsel greift die Hart-IV-Reform, bei der es nur ein Jahr Arbeitslosengeld gibt.

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