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06.11.2014

11:27 Uhr

Stockende Aufträge bei Autozulieferer

Dürr muss Umsatzprognose vorerst korrigieren

Einige Aufträge für 2014 stocken – das bleibt für die Bilanz nicht ohne Folgen: Der Autozulieferer Dürr muss seine Umsatzprognosen zurücknehmen. Doch die Rendite soll steigen – und das nächste Jahr dürfte gut beginnen.

Die Lackierroboter des Anlagenbauers Dürr sind gefragt, doch durch Auftragsverzögerungen fallen die Zahlen 2014 dennoch nicht so positiv aus wie erhofft. dpa

Die Lackierroboter des Anlagenbauers Dürr sind gefragt, doch durch Auftragsverzögerungen fallen die Zahlen 2014 dennoch nicht so positiv aus wie erhofft.

StuttgartDer Autozulieferer Dürr hat wegen Verzögerungen bei Aufträgen seine Umsatzprognose für dieses Jahr gesenkt. Bereits im ersten Halbjahr hatten sich einige Großprojekte wegen längerer Vorbereitungsarbeiten bei Kunden verschoben. Dieser Rückstand sei nicht mehr aufzuholen, erklärte ein Sprecher am Donnerstag, der Umsatz verschiebe sich ins nächste Jahr. Der Spezialist für Lackieranlagen erwartet für 2014 nun 2,3 statt 2,4 Milliarden Euro Umsatz. Das Renditeziel hob der Konzern hingegen an. Vom Umsatz sollen nun neun Prozent, also etwa 207 Millionen Euro, an operativem Gewinn verdient werden – nach 203 Millionen Euro im Vorjahr.

Bisher hatte Dürr eine Rendite von acht bis 8,5 Prozent in Aussicht gestellt.

Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.

Ins kommende Jahr startet Dürr mit einem Auftragsbestand von 2,4 Milliarden Euro. So bauen die Schwaben für die Produktion des neuen VW-Transporters Crafter in Polen eine Lackieranlage für mehr als 100 Millionen Euro. Die Autokonjunktur sorgte vor allem in Europa, Nordamerika und China für eine rege Nachfrage. So stieg der Auftragseingang bei dem Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf 657 Millionen Euro und damit stärker als von Analysten erwartet. In Russland und Brasilien gingen die Bestellungen dagegen zurück. Von Juli bis September stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 17 Prozent auf gut 60 Millionen Euro, der Umsatz des MDax-Konzerns lag mit 581 Millionen Euro 5,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Von

rtr

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