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30.01.2007

09:58 Uhr

Störfall im vergangenen Juli

Vattenfall gibt Sicherheitsprobleme in Atomkraftwerk zu

Der Vattenfall-Konzern hat am Dienstag eine halbes Jahr nach dem ernsten Störfall im schwedischen Atomkraftwerk (AKW) Forsmark erstmals Sicherheitsprobleme eingeräumt.

HB STOCKHOLM. Der für Forsmark zuständige Unternehmensvertreter Göran Lundgren sagte im Rundfunksender SR, man habe unter anderem wegen „starken Belastungen“ durch hohe Produktion und Modernisierungsarbeiten „nicht immer alle Sicherheitsfragen so behandelt, wie es sein sollte“.

Er reagierte damit auf massive Kritik durch Forsmark-Beschäftigte und die Einleitung staatsanwaltlicher Ermittlungen gegen Forsmark zu einem als ernst eingestuften Störfall im vergangenen Juli. Dabei hatte ein Kurzschluss Teile des Sicherheitssystems am Reaktor 1 außer Betrieb gesetzt.

Zwei Notstromaggregate waren nicht wie vorgesehen angesprungen. AKW-Mitarbeiter kritisierten in einem internen Bericht einen langfristigen „Verfall der Sicherheitskultur“ wegen des Strebens nach möglichst hoher Kapazitätsauslastung. Sprecher der Grünen verlangten eine unabhängige internationale Untersuchung der Sicherheit in den drei schwedischen Atomkraftwerken mit zehn Reaktoren.

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