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17.02.2012

19:12 Uhr

Strabag

Ergebnisrückgang nicht ausgeschlossen

Der österreichische Baukonzern Strabag blickt pessimistisch in das Jahr 2012. Das Auslaufen von staatlichen Bauförderungen und die Zurückhaltung vieler Kunden könnten im laufenden Jahr zu einem Ergebnisrückgang führen.

Strabag schließt einen Ergebnisrückgang im laufenden Jahr nicht aus. dpa

Strabag schließt einen Ergebnisrückgang im laufenden Jahr nicht aus.

WienDer österreichische Baukonzern Strabag schließt angesichts der unsicheren Wirtschaftsaussichten im laufenden Jahr einen Ergebnisrückgang nicht aus. 2012 rechne der Baukonzern mit einem Betriebsergebnis (Ebit) von über 300 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Für das vergangene Geschäftsjahr hatte Strabag ein Ergebnis von 340 Millionen Euro angepeilt. Die Bilanz will der Konzern am 27. April veröffentlichen.

Grund für die mageren Aussichten ist das Auslaufen von staatlichen Bauförderungen - etwa in Polen. Hier erwarte Strabag „ein weiterhin widriges Umfeld im Verkehrswegebau im Jahr 2012“. Im Hoch- und Ingenieurbau im Hauptmarkt Deutschland rechnet der Konzern allerdings mit einer soliden Nachfrage.

Der deutschen Konkurrenz geht es kaum besser. Der Essener Baukonzern Hochtief hat im vergangenen Jahr größere Verluste verbucht als angenommen. Die stärker auf das Dienstleistungsgeschäft fokussierte Bilfinger-Berger erwartet hingegen weitere Zuwächse im laufenden Jahr.

Die Zurückhaltung vieler Kunden hat sich bei Strabag im vergangenen Jahr bereits in einem sinkenden Auftragsbestand angedeutet: Er sackte zum Jahresende im Vergleich zu Ende 2010 um neun Prozent auf 13,4 Milliarden Euro ab. Die Leistung sei im vergangenen Jahr um zwölf Prozent auf 14,3 Milliarden Euro gestiegen.

An der Börse stand allerdings nicht die vorsichtige Prognose, sonder ein Großauftrag aus Italien im Vordergrund. Ein Konsortium unter der Führung der Österreicher hat dort einen 1,7 Milliarden Euro schweren Auftrag zum Bau einer Autobahn nach einem Rechtsstreit mit unterlegenen Konkurrenten endgültig zugesprochen bekommen. 60 Prozent davon entfallen auf Strabag. Die Strabag-Aktie legte daraufhin in Wien mehr als vier Prozent zu.

Von

rtr

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