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25.01.2010

21:45 Uhr

Strabag-Prognose

Das Geld liegt auf der Straße

VonGeorg Weishaupt

Das Kölner Bauunternehmen Strabag erwartet ein besseres Geschäft - auch dank des Milliardenprogramms der Bundesregierung. Im vergangenen Jahr waren die Mittel aus den Konjunkturprogrammen noch spärlich geflossen. Der Strabag-Konzern profitiert davon, dass das Management ihn zu einem Spezialisten für den Verkehrswegebau geformt hat.

Autobahnbau: Der auf Verkehrswegebau spezialisierte Strabag-Konzern hofft auf Aufträge durch die Konjunkturprogramme. ap

Autobahnbau: Der auf Verkehrswegebau spezialisierte Strabag-Konzern hofft auf Aufträge durch die Konjunkturprogramme.

KÖLN. Die Strabag AG erwartet nach dem vergangenen schwierigen Jahr wieder ein Umsatzplus. "Wir werden unser Geschäft im deutschen Straßenbau 2010 voraussichtlich dank der Konjunkturprogramme ausbauen können", sagte der Sprecher des Vorstands Thomas Birtel dem Handelsblatt. Strabag profitiere im laufenden Jahr erstmals voll von den Milliardenprogrammen des Bundes.

Im vergangenen Jahr war das anders. "Erst in den letzten Monaten flossen spürbar Gelder aus dem Konjunkturprogramm", merkt Birtel an. Denn so lange dauerte es, bis Städte und Gemeinden die Gelder beantragten und der Bund die Mittel genehmigte.

Entsprechend bekam der Baukonzern die klamme finanzielle Lage der Kommunen zu spüren. "Wir erwarten für 2009 einen Rückgang unserer Bauleistungen im deutschen Straßenbau im einstelligen Prozentbereich", sagt Birtel. Noch lägen nicht alle Zahlen vor, aber voraussichtlich betrage das Minus weniger als fünf Prozent.

Damit liegt der Konzern in diesem Geschäft etwa auf der Linie der Gesamtbranche hierzulande. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet für 2009 ein Minus von vier Prozent. Auch die großen Konkurrenten Hochtief und Bilfinger Berger haben bereits einen Umsatzrückgang angekündigt.

Die Hälfte seines Geschäfts macht Strabag in Mittel- und Osteuropa

Aber 2010 sieht es besser aus. Der Strabag-Konzern profitiert davon, dass das Management ihn in den vergangenen Jahren zu einem Spezialisten für den Verkehrswegebau geformt hat. Hochbauprojekte hat Strabag an die Schwestergesellschaft Züblin abgegeben, die ebenfalls zum österreichischen Baukonzern Strabag SE in Wien gehört.

Insgesamt kam die Kölner Strabag AG 2008 auf eine Leistung von 4,4 Milliarden Euro, von der knapp die Hälfte auf den Straßenbau in Deutschland entfiel. Der Rest stammte im Wesentlichen aus dem Geschäft mit Mittel- und Osteuropa, an dem das Kölner Unternehmen über eine Holding zu 35 Prozent beteiligt ist; die restlichen 65 Prozent liegen bei der Wiener Strabag SE. Die Strabag AG erwartet für 2009 ein Ergebnis ungefähr auf dem Vorjahresniveau von 56 Millionen Euro.

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