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23.03.2006

09:26 Uhr

Stramme Ziele für 2006

MTU Aero Engines dreht auf

Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines hat im vergangenen Jahr dank der guten Entwicklung des Instandhaltungsgeschäfts seine Zahlen wesentlich verbessert. Im laufenden Jahr will das Unternehmen seinen Überschuss verdoppeln.

HB MÜNCHEN. Bei einem um 12 Prozent auf 2,149 Mrd. Euro gestiegenen Umsatz habe MTU Aero operativ 233 Mill. Euro verdient, teilte das Münchener Unternehmen am Donnerstag mit. Damit stieg das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Analysten hatten mit einem geringeren Anstieg um 34 Prozent auf 231 Mill. Euro gerechnet.

Unter dem Strich blieben 32,9 Mill. Euro Gewinn nach 0,2 Mill. Euro vor Jahresfrist. Bereinigt um Folgeeffekte aus dem Verkauf von MTU Aero Engines an den Finanzinvestor KKR belief sich der Überschuss auf 51,4 Mill. Euro. Ende Januar hat sich KKR acht Monate nach dem Börsengang im Juni 2004 aus dem Triebwerkshersteller zurückgezogen.

Wie angekündigt, will der MTU Aero-Vorstand der Hauptversammlung eine Dividende für 2005 von 73 Cent vorschlagen. Für 2006 rechnet MTU Aero mit einer weiteren Umsatzsteigerung und Verbesserung des operativen Ergebnis. „Der Umsatz wird vor allem im zivilen Triebwerksgeschäft und in der zivilen Instandhaltung weiter wachsen, die beiden ersten Monate zeigen bei den Umsatz- und Ergebnisziffern eine erfreuliche Zunahme“, sagte MTU-Aero-Chef Udo Stark. Konkret erwartet MTU im laufenden Jahr bei einem Umsatz von 2,35 Mrd. Euro einen operativen Gewinn von 270 Mill. Euro. Der Überschuss soll sich auf 70 Mill. Euro mehr als verdoppeln.

MTU Aero baut komplette militärische Triebwerke und Teile für Triebwerke, die im zivilen Luftverkehr eingesetzt werden, unter anderem im A380 von Airbus. Besonders lukrativ sind die Verträge zur Instandhaltung und Ersatzteilversorgung. In der zivilen Instandhaltung verdiente MTU Aero operativ im vergangenen Jahr rund 72 Mill. Euro bei einem Umsatz von 732 Mill. Euro.

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