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30.08.2011

17:41 Uhr

Strategische Partner

Exxon und Rosneft planen Milliardeninvestition in der Arktis

Der weltgrößte börsennotierte Konzern Exxon Mobil macht gemeinsame Sache mit dem staatlichen russischen Ölförderer Rosneft. Gemeinsam wollen sie eine ungeheure Summe in der Arktis investieren.

Exxon Mobil-Raffinerie in Texas: Rosneft könnte durch die Partnerschaft Zugriff auf die Felder in dem US-Staat bekommen. Reuters

Exxon Mobil-Raffinerie in Texas: Rosneft könnte durch die Partnerschaft Zugriff auf die Felder in dem US-Staat bekommen.

MoskauDer staatliche russische Ölförderer Rosneft und der US-Ölkonzern Exxon Mobil haben eine milliardenschwere strategische Partnerschaft vor allem in arktischen Gebieten vereinbart. Das kündigte der russische Regierungschef Wladimir Putin am Dienstag nach Angaben der Agentur Interfax nach der Vertragsunterzeichnung in seinem Urlaubsort Sotschi am Schwarzen Meer an. Möglich seien gewaltige Investitionen in Höhe von „bis zu 500 Milliarden“, sagte der russische Regierungschef Wladimir Putin bei der Vertragsunterzeichnung am Dienstag im Schwarzmeerort Sotschi. Eine Währungseinheit nannte der Premier nicht. Daher herrscht derzeit noch Verwirrung, ob es sich um einen Dollar- oder einen Rubelbetrag hält.

Wie der US-Konzern bestätigte haben Exxon and Rosneft konkret unter anderem ein 3,2 Milliarden Dollar schweres Explorationsprojekt in arktischen Gewässern und im Schwarzen Meer geplant. "Diese weitreichende Partnerschaft bedeutet einen großen strategischen Schritt für beide Unternehmen", sagte Rex Tillerson, Chairman und Vorstandschef von Exon. "Sie wird substanziellen Wert für beide Firmen schaffen."

Rosneft sucht seit langem nach einem Partner zur Ausbeutung der gewaltigen Ölvorkommen in den russischen Arktisgebieten. Eine Vereinbarung mit dem niederländisch-britischen Ölmulti BP war gescheitert.

Im Gegenzug könne Rosneft auch auf Exxon-Mobil-Feldern in Texas oder im Golf von Mexiko arbeiten, sagte Putin. Auch die Teilnahme an Exxon-Projekten in Drittländern sei möglich. „Das heutige Ereignis wird sicher von den Weltenergiemärkten begrüßt werden, weil sich dadurch neue Horizonte auftun“, sagte Putin. Die Vereinbarung sehe auch den Bau eines Forschungszentrums und gemeinsames Training vor.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

30.08.2011, 18:08 Uhr

Laßt sie nur alles vergiften,es wird schließlich gut verdient.Das ist doch alles was zählt auf dieser Welt.
Wenn wir eine Autoindustrie hätten,die nicht von der Ölindustrie geschmiert wäre,dann könnten wir schon lange auf den flüssigen Dreck verzichten!

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